Getreu dem Motto "Wohlfühlen, Entdecken und Staunen" hat sich das zwölfköpfige Planungsteam viel Neues einfallen lassen und hat das Angebot an Lichtkunst, Fassadenilluminationen und interaktiven Installationen von 40 Punkten im vergangenen Jahr auf 60 Punkte in diesem Jahr ausgedehnt. Darüber berichtet Regina Welk in der führenden Fachzeitschrift Licht.

Der Lichtweg wird in viele neue, noch unbekannte Bereiche führen und an Installationen mit den vielversprechenden Namen "Die flie(h)genden Bräute" oder "Lichtträume aus barer Münze" vorbeigehen.


Ein Wal in der Haßlach

Der Startpunkt des Weges wird das Bamberger Tor in Kronach sein. Von dort aus führt er in die Obere Stadt und weiter zur Haßlach, am Fluss entlang und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Diese Wegführung zeigt, dass das Thema Wasser in diesem Jahr eine besondere Rolle spielen wird.

Wie auch im vergangenen Jahr besitzt die Lichtwoche vom 29. April bis zum 8. Mai die vier bekannten Schwerpunkte. Bereits zum elften Mal präsentiert die Hochschule Coburg unter der Leitung ihres Dozenten Michael Müller architektonisch hochwertige Fassadenilluminationen.

Den zweiten Schwerpunkt bilden die Künstler und Designer: Rosmarie Weinlich aus Erfurt zeigt ihre Werke in der Ausstellung "Habitat". Dieter Erhard aus Erlangen lässt in der Haßlach einen sechs Meter großen leuchtenden Wal schwimmen. Lichtkunstwerke aus der Welt der Mythen zeigt Axel Luther.

Außerdem ist dabei Winfried Wunderlich aus Gera - Gewinner des "Deutschen Installationskunstpreises 2015" mit seinen Lichtinstallationen "Die Enge der Leichtigkeit des Seins" und "UNTENOben". Cosima Schugmann aus Fürth zeigt ihre Lichtinstallation "Begegnung". Die Künstler Wunderlich und Schugmann zeigen ihre Werke im Felsenkeller unter dem Bamberger Tor. Viele weitere Lichtkunstwerke warten auf die staunenden Besucher.


Hochschule Bayreuth dabei

Dritter Schwerpunkt sind die internationalen studentischen Workshops, die ihr fünfjähriges Bestehen feiern: 40 Studenten aus aller Welt und sechs internationalen Hochschulen aus den Bereichen Architektur, Innenarchitektur, Design und Lichtdesign finden sich hier zusammen

und beteiligen sich an der theoretischen Konzeption und praktischen Umsetzung der Installationen.
Erstmals dabei ist auch die Hochschule Bayreuth, die ihre von Physik-Studierenden erarbeitete Ausstellung "Licht. Licht? Licht!" zeigt. In dieser Ausstellung wird auf spielerische Weise die Physik des Lichts erklärt.
Neu sind in diesem Jahr Fachvorträge zu den Themen "Gute Lichtgestaltung im Innen- und Außenraum" und "Was ist ein Laser, wofür braucht man ihn?" sowie das Thema "Lichtverschmutzung". Diese Vorträge von Professoren und Dozenten, die jeweils täglich um 20.30 Uhr stattfinden, sollen ein breites Publikum in allen Altersgruppen ansprechen.


Licht und Musik

Der vierte Schwerpunkt bei "Kronach leuchtet" wird die Musik auf den verschiedenen Bühnen und in der Kirche sein. Jeweils täglich um 20.30 Uhr soll es in der katholischen Stadtpfarrkirche unterschiedliche Abendmusik zu hören geben.

Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus und in den Restaurants können die Besucher etwas zu essen bekommen.
Es werden täglich Führungen organisiert, in denen man in eineinhalb Stunden alles Wissenswerte über die Objekte, die Künstler und die Stadt Kronach erfahren kann.

Erstmals wird "Dein Lichtprojekt" durchgeführt: In drei Kategorien konnten sich Firmen, Vereine, Organisationen und Privatpersonen mit eigenen Ideen beteiligen. Diese Ideen werden dann mit der Unterstützung des "Kronach leuchtet"-Teams umgesetzt. Gespannt sein können Besucher außerdem auf "überdimensionale Rosen", die das Stadtbild zieren sollen. Und dann gibt es noch einen Foto-Wettbewerb für die zahlreichen begeisterten Hobby- und Profi-Fotografen, die in dieser Lichterwelt schwelgen können. red