Das Bergmannsfest mit Knappenverein, Bergmannskapelle und Förderverein "Bergbaugeschichte" gestaltete sich erneut zu einem eindrucksvollen Traditionsbekenntnis. Zu den Teilnehmern zählte an beiden Tagen auch eine Delegation der Arbeitsgruppe König-Ludwig im Förderverein bergbauhistorischer Stätten des Ruhrreviers aus Recklinghausen, die seit 2010 enge Kontakte mit Stockheim pflegt.

Zum Auftakt erfolgte eine Führung auf dem Bergbau-Erlebnispfad Dachsbau. Desweiteren konnte das bergbauliche Magazin im Bauhof mit Gerätschaften aus der Zeit des Bergbaus besichtigt werden. Oder man nahm gleich an den Führungen durch Gregor Förtsch (Förderverein) sowie Heiko Eisenbeiß (Knappenverein) teil. Besonders beeindruckten die unterschiedlichsten baulichen Modelle. Vor allem fand eine Halbbalancierdampfmaschine von 1847 das Interesse der Besucher.

Abends dann hatten im Festzelt, das die Angelfreunde Haßlachtal zur Verfügung stellten, die Neukenrother Musikanten ihren Auftritt. Dirigent Roman Steiger sorgte mit seiner glänzend aufgelegten Kapelle für Stimmung. Das Bergmannsfest - so Bürgermeister Rainer Detsch - stelle einen Baustein zur Pflege der Geschichte dar. Schließlich habe der Steinkohlebergbau 400 Jahre lang Landschaft und Leute in der Großgemeinde Stockheim geprägt. Bereits im Jahre 1890 hätten die Knappen aus Stockheim und Neuhaus gemeinsam gefeiert.

Der Sonntag wurde eingeleitet mit einer Kirchenparade. Den Festgottesdienst bereicherte unter der Leitung von Gregor Lorsbach die Gesangsgruppe der Zechgemeinschaft Neukenroth. Elf Fahnen und Banner der Vereine aus der Großgemeinde zierten das Gotteshaus. Pfarrer Hans-Michael Dinkel erinnerte an die Glaubenstreue und Solidarität der Bergknappen. Dinkel: "Generationen von Bergleuten haben hier in Verbundenheit mit Gott gelebt."

Die anschließende Bergparade mit den Vereinen aus der Großgemeinde Stockheim führte zum Festplatz auf der Katharinazeche, wo die Bergmannskapelle unter der Leitung von Jürgen Zoller musizierte. Einen weiteren Beitrag zur Unterhaltung leisteten die Sänger aus Neukenroth. Bürgermeister Rainer Detsch würdigte die Freundschaft mit den Knappen aus Recklinghausen, die stets viel Engagement gezeigt hätten. Detsch stellte auch heraus, dass Stockheim dem Steinkohlenbergbau viel zu verdanken habe, denn ohne dieses Geschenk der Natur gäbe es Stockheim in der Größe von heute nicht. "Der Bergbau ist ein prägendes Stück Heimat", betonte der Bürgermeister. Auch Knappenvorsitzender Heiko Eisenbeiß lobte die Unterstützung durch die Arbeitsgruppe König-Ludwig aus Recklinghausen. Für Unterhaltung sorgten am Nachmittag Garry und Webb. Der Reinerlös des bergmännischen Festes kommt dem Ausbau des bergbaulichen Magazins zugute.