In einem Grußwort ging Pfarrer Michael Dotzauer auf die musikalische Begabung der heiligen Cäcilia ein, die Überlieferungen zufolge neun Instrumente beherrschte.

Unter dem Motto "Musik ist die einzige Sprache der Welt, die alle verstehen" hieß der gastgebende Gesangverein unter Leitung von Theo Wich mit dem Lied "Seid gegrüßt ihr lieben Gäste" und dem Festgesang von Christian Siegler die Besucher in Pfarrsaal willkommen.

Bei einem zweiten Auftritt nach der Pause des über zweistündigen Konzerts fragten die Sänger unter anderem "Wann ist der Winter vorbei?", obwohl der ja in diesem Jahr bisher überhaupt noch nicht begonnen hat.

Eine ebenso überzeugende Leistung wie der Männergesangverein bot der Kirchenchor, der unter anderem mit "Land weiter Prärie" und "Glory Halleluja" nach Amerika entführte und verdeutlichte, dass sein Repertoire weit mehr als Kirchenchoräle umfasst.

Von der flotten Weise "Ein Jäger längs dem Weiher ging", die hohe Ansprüche an die Sänger stellte, war das Publikum begeistert. Einhellige Meinung war, dass der Chor mit dem Dirigenten Sascha Reimann mittlerweile ein hervorragendes Niveau erreicht hat.

Dem "Zauber der Musik" und der "Melodie meines Lebens" huldigten die Mitglieder des Gesangvereins "Edelweiß" unter Stabführung von Jürgen Seubold. Trotz einer personell angespannten Situation konnte der Gastchor aus Neuses auch mit seinen Darbietungen "Geh den Weg der Liebe" und "Glück ist ein Geschenk" uneingeschränkt überzeugen.

Den musikalischen Rahmen an diesem Abend bildeten die St. Georgs-Bläser unter Leitung von Heiko Meusel. Mit Klassikern, wie dem Largo aus der Oper Xerxes von Georg Friedrich Händel, setzten die sechs Bläser in bekannt gekonnter Manier ebenso Akzente, wie mit den Bänkelsängerliedern, einem Marsch oder dem Stück "Volkslieder und Märchen".

Garniert wurden die musikalischen Darbietungen von Geschichten aus dem Vereinsleben, mit denen der Vorsitzende des Gesangvereins "Cäcilia", Josef Wachter, an alte Zeiten erinnerte. So sei der Gesangverein als ältester Friesener Verein im Jahr 1857 gegründet worden.

Während man heute jeden neuen Sänger dankbar willkommen heiße, habe es nach dem Zweiten Weltkrieg und in den 1950erJahren strenge Auswahlkriterien gegeben, wenn man Mitglied in der Runde des "Weiße-Westen-Vereins" werden wollte.

So habe man nur eine Chance gehabt, wenn man als Fürsprecher einen aktiven Sänger gewinnen konnte. Nach intensiven Diskussionen wurde dann mittels einer Ballotage, bei der jedes Mitglied mit schwarzen und weißen Kugeln abstimmte, entschieden, ob der Aspirant künftig auch tatsächlich mitsingen darf.

Nicht nur Vorsitzender Josef Wachter, sondern auch das Publikum, konnte mit dem gelungenen Liederabend sehr zufrieden sein. Die vehement geforderten Zugaben zeugten von einer rundum gelungenen Veranstaltung, die sich mit Stimmungsmusik bis in den frühen Morgen fortsetzte.