Es sind schon ein paar Jahre her, als im Gasthof "Schwarzer Adler" Feste gefeiert wurden. Damals war das ehemalige Leiner-Bräu Gebäude ein Anziehungspunkt für Jung und Alt.

Es prägt den Marktplatz und diente oftmals als Treffpunkt verschiedener Vereine. Auch eine Metzgerei mit eigener Schlachtung war untergebracht. Nun sollen in dem ehemaligen Gebäude Eigentumswohnungen entstehen.
Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Wohnungen bereits in 2015 bezugsfertig sein. Das teilte der Investor, der Hesselbacher Bauunternehmer Stefan Pfadenhauer (BSP) auf Anfrage mit.

Das Gebäude ist entkernt, der ein Teilabriss in Angriff genommen. Weiterhin wurde bei dem Einzeldenkmal die Statik geprüft und das Brandschutzgutachten ausgestellt. Es wurden die Vorbereitungen für weitere Bauarbeiten getroffen.

Insgesamt sollen auf drei Ebenen sechs Wohnungen (zwischen 70 und 106 Quadratmetern groß) entstehen, zwei davon barrierefrei. Der Rohbau soll bis zum Herbst vollendet sein, im Winter 2014/2015 soll der Innenausbau in Angriff genommen werden. Geplant sind moderne, energetisch auf dem neuesten Stand gebaute Wohnungen sein, teilweise mit behindertengerechtem Eingang, Balkon und Gartenanteil.

Dachstuhl bleibt erhalten

Der Dachstuhl ist etwas besonders und werde daher erhalten, so Pfadenhauer. Auf dem Areal rund um den "Schwarzen Adler" sollen weiterhin Garagen, Stellplätze für Autos sowie ein Spielplatz mit Grillbereich geschaffen werden.

Wie Stefan Pfadenhauer erläuterte, habe er den "Schwarzen Adler" vor drei Jahren gekauft. Ursprünglich dachte man daran, den Speisesaal und das Verwaltungsgebäude des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) unterzubringen, das Alten- und Pflegeheim sollte angedockt werden. "Nun, es hat sich aber anders entwickelt". Stefan Pfadenhauer ist überzeugt, dass der Bedarf an Eigentumswohnungen in Rothenkirchen vorhanden ist.

Bürgermeister Hans Pietz (FW) freut sich über die Investitionsbereitschaft von Stefan Pfadenhauer. Die Gemeinde werde das Projekt soweit als möglich unterstützen, sagte er. Der Bürgermeister kann sich Unterstützung in Form von Städtebaufördermitteln vorstellen. "Ich halte das nicht für ausgeschlossen!"

Vor allem würden die Eigentumswohnungen in das neue Bild des Marktplatzes passen, der derzeit verschönert wird.

Das Suffa-Haus wurde bereits abgerissen. Das Grundstück wird derzeit an den Marktplatz angepasst. Im hinteren Teil sollen Parkplätze entstehen, so dass der Marktplatz "autofrei" wird.