Sechs Mädchen der Mittelschule Pressig widmen sich im besten Teenageralter einem Sozialprojekt, welches sie ins ASB-Seniorenzentrum nach Rothenkirchen führte. Im zweiwöchigen Rhythmus besuchten sie seit Anfang des Schuljahres regelmäßig das ASB Seniorenzentrum, um hier in Zusammenarbeit mit Ergotherapeuten und Betreuern den Senioren etwas Abwechslung und dazu auch Freude zu bringen. Sie haben aber auch sehr viel dazu gelernt - im Umgang mit älteren Menschen und mit Menschen mit Behinderung oder Demenzerkrankung. Sie wurden sensibel für deren Befindlichkeiten. Laura Wachter aus Buchbach will einen Sozialberuf erlernen und meldete sich genauso wie Anna Berhrschmidt aus Haßlach bei Teuschnitz und weitere vier Schulkameradinnen freiwillig für das neue Projekt Arbeitsgemeinschaft "Soziale Arbeit" an der Mittelschule Pressig.
Wie Fachlehrerin Karla Förtsch informierte, wurde diese AG erstmals an der Schule für die Jahrgänge der 9. und 10. Klassen ins Leben gerufen. Die sechs Mädchen, Anna Behrschmidt, Anna Förtsch, Selina Grebner, Julia Martin, Ebna Gökce Bagci und Laura Wachter waren von Anfang an mit Enthusiasmus und Idealismus bei der Sache, so die Fachlehrerin. Und sie lobt das Engagement, das weit über die Unterrichtspflicht hinausgegangen sei. Lob und Anerkennung gab es auch von der Pflegedienstleiterin Viola Förtsch. Die Mädels hätten neue Ideen eingebracht und die Stunden im ASB-Heim äußerst kreativ, spaßig und unterhaltsam für die Bewohner gestaltet, so Viola Förtsch.
Niemand habe gewusst, wie die Kooperation werde, als die Schule im vergangenen Jahr auf die Mädchen zugekommen sei und den Vorschlag für eine Zusammenarbeit gemacht habe. Aber das ASB-Seniorenzentrum habe sofort ja gesagt. Und schon in den ersten Stunden habe man gemerkt, dass die Schülerinnen gut vorbereitet gewesen seien. Sie wussten schon viel über Krankheiten und hatten auch viel über Pflege- und Pflegebegriffe recherchiert.
Für Anna Behrschmidt waren es interessante und spannende Erfahrungen, die sie mit Senioren gemacht habe. Auch die verschiedenen Krankheitsstufen beeindruckten sie. Besonders sei der Tag in der Pflege-Oase (einem Sinnesraum für Menschen mit schwerer Behinderung und Mobilitätseinschränkung) unter die Haut gegangen. Hauptsächliches Betätigungsfeld für die jungen Praktikantinnen war in der Beschäftigungstherapie. Hier konnten sie eigene Kreativität einsetzen und sich Spiele ausdenken, die den Bewohnern großen Spaß machten. Es wurde aber auch viel gebastelt und gewerkelt und vor allem auch gesungen. Beim Abschluss wurde miteinander gesungen, gebastelt und viel erzählt: Selina Grebner (Trompete) und Julia Martin (Klarinette) umrahmten die Abschlussfeier.