Es herrschte reges Treiben. Eltern mit ihren Kindern standen an den verschiedenen Berufsinfoformationsständen, um mit Ausbildern und Auszubildenden ins Gespräch zu kommen und um Termine für Praktika zu vereinbaren.

Einer der Schüler davon war Nico Büttner. Der 13-Jährige hat schon seine Vorstellung von seinem späteren Beruf. Es muss etwas mit Mechanik und Elektronik sein, sagt er selbstbewusst. Deshalb möchte er Mechatroniker werden. Mit seinem Vater Jürgen Büttner geht er von Stand zu Stand, um sich über diesen Beruf kundig zu machen.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? Wie lange dauert die Ausbildung? Wie kann ich mich fortbilden? Bilden Sie auch Mechatroniker aus? Das waren nur einige Fragen, die er an den jeweiligen Ständen stellte.
Für Nico Büttner war dieser Elternsprechtag eine feine Sache. Denn abgesehen davon, dass er mit Vertretern der heimischen Ausbildungsbetriebe ins Gespräch kommen konnte, hat er auch einen Überblick über die Berufsmöglichkeiten in der Region erhalten. Auch sein Vater Jürgen Büttner ist begeistert. "Zu meiner Zeit war das ganz anders, man ging entweder zur Glas- oder zur Porzellanindustrie!" Projekttage, Praktika - derart intensive Kontakte zwischen Wirtschaft und Schule gab es nicht, erinnert er sich. Heute können bei all den Angeboten die Talente der Heranwachsenden viel besser in der Schule erkannt werden, ist er überzeugt.

Eltern werden eingebunden

Der Rektor, Herbert Vetter, lässt seinen Blick durch die Pausenhalle schweifen und ist zufrieden. Einen Elternsprechtag in dieser Form einer "Mini-Ausbildungsmesse" durchzuführen hat seine Richtigkeit. Ihm und seinem Lehrerteam gehe es vor allem darum, die Eltern verstärkt in den Prozess der Berufsfindung ihrer Kinder mit einzubinden. Er weiß, die Schule kann nicht alles allein bewältigen, sondern das Elternhaus ist auch stark gefordert, um Jugendliche auf ihren Weg zu bringen.

Wichtig sei ihm auch gewesen, dass die Eltern und die Schüler bei dieser Gelegenheit zudem die Partnerbetriebe aus dem sozialen und technischen Bereich der Schule kennen lernen. Auch die FOS am Rennsteig und das Jobcenter waren mit vertreten, um den Schülern und Eltern Rede und Antwort zu stehen.

Fit für die FOS machen

Wie Herbert Vetter betonte, ist eines der nächsten Ziele der Mittelschule Windheim und ihrer Partnerbetriebe, möglichst viele Schüler fit für die FOS zu machen. Weiterhin gehe es darum, dass möglichst alle Hauptschüler eine Lehrstelle bekommen.

Die FOS? Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit für Nico Büttner. Aber trotz den vielen Informationen: Er will Mechatroniker werden und schon aus diesem Grund hat es sich für ihn gelohnt, an diesem besonderen Elternsprechtag teilzunehmen.