Erneut gab es am Dienstagabend in Kronach einen Stromausfall, von dem 3000 Haushalte betroffen waren und der bis zu einer Stunde dauerte. Der Netzbetreiber Bayernwerk reagierte sofort: Pressesprecher Maximilian Zängl sicherte auf Anfrage unserer Zeitung am Mittwoch zu, dass das ganze Baernwerk-Netz in der Region umfassend überprüft werde. "Da schauen wir genau nach und wir schließen nicht aus, dass ganze Kabelstränge ausgetauscht werden."

Wieder waren am Dienstag zwei 20 000-Volt-Erdleitungen defekt, eine davon erneut im Bereich des Rathauses. Die Folge: um 17.45 fiel der Strom in weiten Teilen der Innenstadt aus, in insgesamt 3000 Haushalten. Die meisten Kunden waren nach 16 Minuten wieder am Netz, manche mussten bis 18.42 Uhr warten.


Zuerst flackerte nur das Licht

Angekündigt hatte sich der Stromausfall wie beim großen Stromausfall am 12. Juli. Zuerst flackerte das Licht, der "Saft" war nur einige Augenblicke weg. Aber dann fiel die gesamte Versorgung aus.

Die Bayernwerk-Techniker reagierten schon nach Minuten. Durch verschiedene Schaltmaßnahmen, bei denen man Teilstücke der 20 000-Volt-Leitungen zwischen den Trafostationen vom Netz nahm, konnten die fehlerhaften Stellen geortet und aus der Stromversorgung herausgeschaltet werden. Da es zusätzlich zur Mittelspannung von 20 000 Volt auch eine Versorgung mit Niederspannung (400 Volt) gibt, gelang es, die Stromversorgung wieder in Gang zu setzen.

Bayernwerk-Pressesprecher Maximilian Zängl bezeichnete den erneuten Ausfall als "unglücklich und ungewöhnlich. Das werden wir nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern zeitnah reagieren."