Als sich schon die Vorboten des Zweiten Weltkriegs bemerkbar machten und wie es so schön heißt, graue Wolken aufzogen, formierte sich im Oktober 1937 in Steinwiesen die erste aktive Sanitätseinheit der Gemeinde. Sieben Männer und Frauen bildeten zusammen mit Max Schwaab die Keimzelle der folgenden Entwicklung. Zu jener Zeit wurde diese kleine Gruppe in der Kolonne Kronach mitgeführt.
Nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs bildeten 1947 15 Mann unter Zugführer Andreas Simon erneut einen Sanitätszug, der der Kolonne Nordhalben angegliedert wurde. Dann ging es stetig aufwärts. Bereits im September 1949 wurde die Heimkehrerwallfahrt nach Neuengrün betreut, und da gab es immerhin 6000 Teilnehmer zu versorgen. Leistung, Einsatz und viele Mühen wurden 1951 belohnt - Steinwiesen wurde zur Kolonne erhoben und selbstständig. Allerdings bedeutete dies auch neue große Verantwortung und viel "Papierkram". In Steinwiesen gab es neben den aktiven Männern seit 1955 auch eine Frauenbereitschaft, die wertvolle Arbeit leistete. Ein Highlight war 1957 sicher die Oberfränkische Straßen-Rennmeisterschaft, wo zwölf Sanitäter mit sechs Krafträdern im Einsatz waren. Aus dieser Zeit stammt auch die Freundschaft mit der Sanitätskolonne St. Oswald.
Die Anforderungen wurden größer und so absolvierten Leonhard Panzer und Edmund Porzel 1959 den Zugführerlehrgang in Deisenhofen. 1960 wurde mit erfolgreicher Breitenausbildung begonnen und fünf Erste-Hilfe-Kurse wurden mit großer Beteiligung der Bevölkerung abgehalten. Das erste große Rotkreuz-Fest fand 1967 statt. Fahnenweihe und 30-jähriges Bestehen vereinten Sanitäter und Bevölkerung. Seit dieser Zeit wurden auch die ersten ehrenamtlichen Kranken transport einsätze an den Wochenenden gefahren, was ein sicheres Zeichen für den guten Ausbildungsstand der Kolonne war. Es war die Zeit der Betreuungen im sportlichen Bereich und bei Großübungen. 1981 eroberte die Jugend die Kolonne Steinwiesen. Durch den Einsatz von Franz Reuther und Kurt Jurinka wurde die 10. Gruppe des Jugendrotkreuzes im Kreisverband gegründet Mit einigen Unterbrechungen besteht das Jugendrotkreuz bis heute. Allerdings wäre Nachwuchs wünschenswert und vielleicht findet sich ja nach dem Jubiläum wieder eine tatkräftige Gruppe zusammen.
Der bisher größte und aufwendigste Einsatz der Steinwiesener Rotkreuzler war der Großbrand 1983 in Birnbaum, wo etliche Kameraden zwei Tage durchgehend im Einsatz waren. Ab 1990 begann eine neue Ära. Die Kolonne hieß nun Bereitschaft und die Jungen übernahmen das Ruder: Siegfried Kremer wurde Bereitschaftsleiter der gemischten Bereitschaften. Im Jahr 2005 gab es ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte. Peter Seiboth und Andreas Porzel riefen ein Leitungsteam mit Sachgebietsleitern ins Leben. Die Aktivitäten verteilten sich nun und gewannen enorm an Effektivität. Im Web war man nun ebenfalls vertreten. Die Räumlichkeiten wurden grundlegend umgebaut und renoviert. Bis zum Jahr 2009 wurde die "Mission Neuaufbau" erfolgreich abgeschlossen.
Nach nochmaligen Schwierigkeiten, niemand wollte "an die Spitze", und einer vorübergehenden kommissarischen Leitung steht nun Thomas Totzauer seit Juni 2011 als Bereitschaftsleiter an der Spitze einer Gemeinschaft, die sich sehen lassen kann.

Festprogramm
Samstag, 9. Juni, 16.45 Uhr, Kirchenparade ab Rotkreuz-Heim mit Totengedenken am Ehrenmal
17.15 Uhr ökumenischer Gottesdienst in der Kulturhalle
18.30 Uhr Festabend mit Grußworten und Ehrungen durch die Schirmherrin und BRK-Präsidentin Prinzessin Christa von Thurn und Taxis. 20.30 Uhr Unterhaltungsabend mit "Duo Revolutions" und Barbetrieb
Sonntag, 10. Juni, 13.30 bis 17 Uhr, Familiennachmittag mit Hüpfburg, Spielmobil, Kinderschminken und vielem mehr, Unterhaltungsmusik durch "Flori-Musik", Fahrzeugschau im Schulhof (Bereitschaftsfahrzeuge, Fahrzeuge der Fachdienste, Sonderfahrzeuge); 16 Uhr Schauübung mit Feuerwehr und BRK