Im Oktober hatte der Stadtrat beschlossen, am Priestergrab ein Urnenfeld auszuweisen. Nun lag dem Gremium ein Angebot der Firma Ebert aus Friesen über mögliche bauliche und gestalterische Maßnahmen vor. Vorgesehen ist die Errichtung einer zweiteiligen Stele aus Sandstein mit einer Höhe von 1,10 Metern, an der Namensschilder der Verstorbenen angebracht werden können.
Ein glatter Stein würde etwa 2900 Euro kosten, ein behauener käme 30 Prozent teurer. Jeweils 500 Euro müssten für eine Sandsteinbodenplatte am Stelen-Fuß sowie für Trittplatten eingeplant werden. Inklusive Lieferung und Setzen ergäbe sich ein Gesamtbetrag von 4300 Euro bei der glatten beziehungsweise 5170 Euro bei der behauenen Steinvariante. Das Gremium stimmte dem Projekt grundsätzlich zu. Was genau zur Ausführung kommt, soll bei einem Ortstermin entschieden werden.


Schäden an der Friedhofsmauer

Zugestimmt hat der Stadtrat der 620 Euro teuren Erneuerung der Abdeckplatte am Priestergrab und der Sanierung der schadhaften Friedhofsmauer auf einer Länge von sechs Metern im nördlichen Bereich des Gottesackers. Den Zuschlag erhielt die Firma Eichhorn aus Ludwigsstadt für 4085,27 Euro.
Ebenfalls saniert werden die schadhaften Abdeckplatten am Rondell beim Kreuz mitten im Friedhof. Der Auftrag erging an die Firma Deinlein, aus Stockheim für 3675,14 Euro.
Im April hatte der Stadtrat dem Neubau der Stützmauer am Stadtgraben mit Schätzkosten von 60 000 Euro zugestimmt. Dieser Beschluss wurde nun aufgehoben, weil sich eine neue Lösung ergeben hat. Laut Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) beabsichtigt die Eigentümerin eine teilweise Aufschüttung ihres angrenzenden Grundstückes. Eine Abböschung könne vorgenommen werden. Aus dem Grundstück werde zudem eine Fläche von circa 65 Quadratmetern zur Begradigung des Parkplatzes verkauft.


Hecke statt Zaun

Die Stadt erklärt sich laut Weber einverstanden, von der Rappoltengrüner Straße aus eine neue Grundstückszufahrt anzulegen. Anstelle des Zaunes sei die Eigentümerin zum Pflanzen einer Hecke bereit. Daran würde sich die Stadt mit 50 Prozent der Kosten, maximal mit 1000 Euro, beteiligen. Die städtischen Bäume könnten bestehen bleiben. Für die Abböschung werde das beim Ausbau der Reichenbacher Straße anfallende Aushubmaterial gestellt. "Bei dieser Alternative gehen wir von Kostenersparnis von circa 40 000 Euro aus", freute sich die Bürgermeisterin. Zugleich könnten die Parkflächen am Friedhof und Feuerwehrhaus vergrößert werden. Die Ausführung der Pflasterarbeiten werde noch zu gegebener Zeit nach einer Kostenermittlung festgelegt. Mit dem Alternativvorschlag der Abböschung bestand Einverständnis.


Für "externes Bauamt"

Die Katholische Kirchenstiftung beabsichtigt die Anschaffung von Spielgeräten für Krippenkinder sowie Ausbesserungsarbeiten am Spielplatz und an den Geräten. Man rechnet mit Kosten von etwa 25 000 Euro. Das Gremium kam dem Antrag der Kirchenstiftung auf eine Förderung von 50 Prozent nach.
Gegen die Neuausschreibung und Verlängerung des Stadtumbaumanagements gab es keine Einwände. Der Vertrag mit der Firma CIMA aus Forchheim läuft Ende Juli aus. Die letzten Jahre, so Weber, hätten gezeigt, dass ein "externes Bauamt" bei der Städtebauförderung aufgrund der vielfältigen Aufgaben und des Betreuungsaufwandes unbedingt erforderlich sei.
Grünes Licht gab es für den Bauantrag von Patrick Drößler aus Haßlach auf Erweiterung einer Gerätehalle um circa 35 Quadratmeter.
Die Bürgermeisterin freute sich über die vom Landratsamt ohne Abstriche erteilte Genehmigung des Haushalts 2017. Weiter informierte sie über ein Schreiben der Kriegsgräberfürsorge. Darin geht es um einen im Ersten Weltkrieg Gefallenen, der anhand seiner Marke als Johann Daum identifiziert wurde. Man vermute, dass er aus Rappoltengrün stammt und bat um Nachforschungen. Diese verliefen aber, wie Stadträtin Susanne Daum (CSU/FWG) bestätigte, ergebnislos. Der Gefallene wurde in Mainz beerdigt. Die Stadt spendete Geld für Blumen.
Weber freute sich über ein sehr gut besuchtes Arnikafest und dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern.
Abschließend prangerte Hebentanz an, dass Verkehrsteilnehmer, die sich von Süden aus Teuschnitz näherte, bei der in Posseck abzweigenden Kreisstraße keinen Wegweiser vorfinden. Es stehe dort lediglich ein Schild "Kompostplatz". Weber will sich des schon mehrfach angesprochenen Problems noch einmal annehmen.