Das Angebot an Buslinien müsse weiterhin vom Landkreis festgelegt werden, stellte Kreisvorsitzender Ralf Pohl klar. Nach derzeitigen Berechnungen würden die ÖPNV-Benutzer durch den VGN rund 77 000 Euro an Fahrpreisen-Kosten sparen, erläuterte Kreistags-Fraktionsvorsitzender Richard Rauh. Dies müsse durch den Landkreis aber ausgeglichen werden, so dass sich eine finanzielle Mehrbelastung für den Kreishaushalt ergeben würde.

Der VGN-Beitritt biete Chancen und Risiken, zeigte sich in der Diskussion. Thilo Moosmann verwies auf das hervorragende Marketing des VGN, zum Beispiel für Wanderer, so dass man auf mehr Tagestouristen aus dem Nürnberger Raum hoffen könnte. Ralf Völkl hob hervor, dass sich die Nutzung des ÖPNV deutlich vereinfachen würde, weil man nur noch einen Fahrschein lösen müsste. Ralf Pohl wies jedoch darauf hin, dass man innerhalb des VGN-Gebietes die Bahn-Card nicht mehr nutzen könnte.

Mit einer detaillierten Kosten-Nutzen-Analyse für verschiedene Nutzer will die SPD zunächst die Auswirkungen genau prüfen, bevor sie eine Entscheidung treffen wird. Weiterhin solle ein Beitritt zum VGN mit einer Verbesserung des ÖPNV-Angebots im Landkreis einhergehen, wurde gefordert.


Volksbegehren unterstützen



Die Kreis-SPD wird das Volksbegehren für die Abschaffung der Studiengebühren in Bayern aktiv und nachdrücklich unterstützen. Dies beschloss der Kreisvorstand einstimmig.

Schon immer habe sich die SPD klar gegen die Studiengebühren ausgesprochen, die unsozial und für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Bayern kontraproduktiv seien, unterstrich die stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Steffi Gröger. Bereits seit vielen Monaten betreibe die SPD deshalb eine Unterschriftensammlung für eine Massenpetition an den Bayerischen Landtag.

Einen sehr positiven Eindruck hatten die Kronacher Delegierten vom Landesparteitag der bayerischen SPD, auf dem der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude mit großer Mehrheit zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl nominiert worden ist, wie Ralf Pohl erläuterte. vz