Auf dieses Geburtstagsgeschenk hätte Stefanie Kober gerne verzichtet: Zum zehnten Mal organisierte die 50-Jährige auf der Festung Rosenberg die Rosenmesse, die Gartenfreunden jährlich das Herz höher schlagen lassen soll. Das Wetter kümmerte das Jubiläum aber herzlich wenig - es gratulierte mit einem saftigen Dauerregen. Die Veranstaltung fiel ausgerechnet in die erste Woche, in der der September offenbar bemerkte, dass der Herbst zumindest meteorologisch ja schon längst begonnen hat. "Ich schätze, dass nur ein Viertel der Besucher gekommen ist, die bei sonnigem Wetter den Weg zu uns gefunden hätten", sagt Kober.


Konservativ geplant

Ein finanzieller Erfolg sei die Jubiläums-Rosenmesse daher nicht gewesen. "Es gibt keine positive Gewinnausschüttung", drückt es Kober aus. "Aber dank der tollen Unterstützung durch die Stadt und die vielen Helfer ist das noch zu stemmen." Durch die Erfahrung aus den vergangenen zehn Jahren plane sie konservativ, so dass sie finanziell zurechtkomme.

Ein Vorteil sei zudem gewesen, das im Vorhinein viele Gewinnspielkarten ausgegeben wurden. So sei noch der eine oder andere Gast mehr auf die Festung gelockt worden. Doch die Besucherzahl ist der einzige Aspekt, der Kober weniger gefallen hat. Insgesamt zieht sie ein zufriedenes Fazit. "Wir hatten eine wunderbare Regenrosenmesse", betont sie. "Es hat mich begeistert, wieviele Menschen uns schätzen und nicht darauf verzichtet haben, uns mit Regenschirm und -mantel zu besuchen." Es sei eine ebenso runde wie großartige Sache gewesen und letztlich ein strahlendes Jubiläumsfest, das leider nicht so gut besucht war. "Es ist aber auch ein Vorteil, wenn bei einem Fest nicht so viele Leute da sind. Da kommt man sich näher", sagt die 50-Jährige.

Sie habe die vielen Gespräche, die sich ergeben haben, genossen. Genauso wie das, was die 125 Aussteller im Kronacher Dauerregen präsentierten: "Ich glaube, dass es mir geglückt ist, ein stimmiges Angebot zu stemmen. Es war wie eine Farbensymphonie. Sehr schön." Gefallen habe ihr auch, dass trotz des Wetters bei den Besuchern eine positive Stimmung herrschte. Ihr ganz persönlicher Höhepunkt sei neben dem Helferteam der Festung das Geburtstagsmandala gewesen, das Holger Schramm aus Glückwünschen der Gäste zusammenlegte. "Das war einfach richtig schön, diese vielen lieben Glückwünsche zu lesen", so Kober.


Die Liebe zur Festung

Generell erfreue sie jedes Mal aufs Neue die Liebe der Kronacher zu ihrer Festung. Im kommenden Jahr hätte sie wohl nichts dagegen, wenn sich dies auch wieder in den Besucherzahlen ausdrücken würde. Auch wenn der nächste runde Geburtstag wieder etwas weiter entfernt ist.