Kämmerer Hubert Weißert erläuterte das Zahlenwerk mit dem Ergebnis, dass sich die Situation dank der Haushaltskonsolidierungs-Beihilfen komplett normalisiert hat. Betrugen die Schulden noch zum 1. Januar 2007 über eine Million Euro, so können diese zum Ende dieses Jahres bis auf 195.600 Euro abgebaut werden. "Die Gemeinde Reichenbach wird - wenn es so weitergeht - in zwei Jahren schuldenfrei sein", freute sich der Kämmerer und mit ihm das gesamte Gremium.

Der Haushalt 2013 hat ein Gesamtvolumen von 1.366.800 Euro, das sind 132.000 Euro mehr als im Vorjahr. Auf den Verwaltungshaushalt entfallen 834.500 Euro, auf den Vermögenshaushalt 532.300 Euro. Wie 2012 hat man wieder einen nicht genehmigungspflichtigen Haushaltsplan.

Die größten Investitionen

Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 464.700 Euro. Die größten Posten sind hierbei die Anschaffung eines Kommunalfahrzeuges (15.000 Euro), Baukosten für die Schulstraße (zweiter Bauabschnitt, 368.000 Euro), die Straßenbeleuchtung für die Schulstraße (20.000 Euro), die Sanierung des Gerinnes in der Kläranlage (30.000 Euro), sowie der Straßenausbaubeitrag für eigene Grundstücke und Gebäude (18.200 Euro). Zu den Investitionen kommen noch Tilgungen (33.800 Euro) und eine außerordentliche Tilgung (32.500 Euro).

Finanziert wird der Vermögenshaushalt unter anderem über Straßenausbaubeiträge sowie Zuschüsse zur Schulstraße in Höhe von 67.000 Euro beziehungsweise 230.000 Euro, eine Investitionspauschale von 116.800 Euro sowie eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt in Höhe von 117.000 Euro.

270 Euro Schulden pro Kopf

Die Pro-Kopf-Verschuldung beläuft sich auf 270 Euro. Die Schulden können 2013 weiter abgebaut werden. Der Rücklagenstand beträgt 131.038,41 Euro. Besonders erfreulich sei, so der Kämmerer, dass man wiederholt Rücklagen habe ansammeln können und dies - aller Vor aussicht nach - auch in Zukunft tun könne.
Einstimmig erfolgten der Erlass der Haushaltssatzung und das Aufstellen des Haushaltsplans 2013. Genehmigt wurde auch der Finanzplan für 2013 bis 2016.

Weiter beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Kläranlage. Einstimmig wurde die Änderung des bestehenden Betriebsführungsvertrages mit der Firma Südwasser beschlossen. Darin war eine jährliche Kostenerhöhung um 1,5 Prozent festgelegt.

Bislang war jedoch keine Erhöhung der seit 1. Januar 2007 von der Gemeinde entrichteten monatlichen Kosten von 4861,33 Euro erfolgt.

Neues Entgelt ausgehandelt

"Am 10. Juni teilte mir unser Südwasser-Sachbearbeiter mit, dass wir auf Grund der vereinbarten Erhöhung ab 1. Januar 2013 monatlich knapp 5400 Euro zahlen müssten", so die Bürgermeisterin. Diese handelte mit Südwasser ab dem 1. Juli 2013 ein monatliches Entgelt von 5100 Euro aus, worüber auch eine Bestätigung vorlag.

Einstimmig wurde der Firma Eichhorn aus Ludwigsstadt der Zuschlag für die Sanierung des kaputten Zulaufgerinnes der Kläranlage erteilt. Es handelt sich dabei um das kostengünstigste Angebot. Gerechnet wird mit Ausgaben von circa 20.000 Euro.