Die Firma WOM bekennt sich auch weiterhin zu ihrem Standort in der Rennsteig-Region. Von den investierten 4,7 Millionen Euro flossen alleine 3,9 Millionen Euro in Gebäude und Energetik. Die restlichen 800 000 Euro flossen in Maschinen.

Geschäftsführer Clemens Scholz freute sich, dass bereits zum 1. Juli und damit zehn Tage vor der anvisierten Fertigstellung mit der Produktion begonnen werden konnte. In den auf Grund der hohen hygienischen Anforderungen so genannten Reinräumen werden Schlauchsets und Zubehörteile für die minimalinvasive Chirurgie produziert. Laut Scholz geht es darum, diese Einmalartikel für medizinische Geräte nahezu keimfrei zu produzieren und zu verpacken, um sie anschließend außer Haus sterilisieren zu lassen. Danach würden diese weltweit verkauft. In der Halle müssen bestimmte Temperaturen und Hygienebedingungen eingehalten werden. "Es darf nur reine und partikelarme Luft vorhanden sein", erklärt er.

Im Erdgeschoss sollen zu den vorhandenen drei Spritzgussmaschinen weitere vier hinzukommen. Das Dachgeschoss wird für die Klimatechnik benötigt.

Im Zuge der Produktionserweiterung will die Geschäftsführung bis zum Jahre 2016 zu den bisherigen 200 Arbeitsplätzen 40 zusätzliche schaffen.

Bei der Realisierung der neuen Produktionshalle wurde auch an eine Optimierung der Betriebskosten gedacht, betont Scholz. Beheizt wird das Produktionsgebäude mit einem gasbetriebenen Blockheizwerk. Installiert wurde zudem eine der Witterung Oberfrankens angepasste, dreistufige Klimaanlage.

Insgesamt können laut Scholz auf Grund der neuesten Investitionen die Betriebskosten um 34 Prozent gesenkt werden, der CO 2 -Ausstoß gar um 36 Prozent (um 500 000 Tonnen) reduziert werden.

Heimische Firmen berücksichtigt

Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) bedankte sich bei den Geschäftsführern Clemens Scholz und Oliver Kupka für die Standorttreue und auch dafür, dass beim Bau überwiegend heimische Firmen berücksichtigt wurden. Die Investitionen würden von Vertrauen in die Mitarbeiter zeugen. Er war überzeugt, dass die Geschäftsführung die Investition in Ludwigsstadt nicht bereuen würde, schließlich sei hier ein "ausgeprägtes Wir-Gefühl" vorhanden.
Seine Freude über die Investition und die damit verbundenen Arbeitsplätze in Ludwigsstadt brachte auch der stellvertretende Vorsitzende des Industrie- und Handelsgremiums, Otto Büttner-Vetter, zum Ausdruck. Letztendlich erteilte Pfarrer Albrecht Bischoff den kirchlichen Segen.