Schon vor dem "Kampf der Giganten" gab es ein Spektakel auf dem Dorfanger in Neuengrün. Die Glücksfee Ann-Christin zog die Lose. Den Kinderhahn konnte sich mit dem Hahnenschlag Hannes aus Waldbuch sichern. Lustig ging es zu bei der Ziehung zum Hahnenschlag der Erwachsenen, bei der Glücksfee Gisela die vielen Lose zog.

Unter dem Beifall der Besucher traf Ilse Schmitt beim dritten Schlag mit dem Schlegel den Blecheimer und durfte sich ab sofort Kirchweihmontagshahnenschlagkönigin 2016 nennen. Der Erlös dieser Kirchweihmontagsgaudi geht wie alle Jahre an die Pfarrgemeinde Neuengrün.


Gefahr für die Teilnehmer

Alle waren schließlich auf den nun folgenden Wettstreit zwischen den beiden Pokémons, Pater Jan Poja als das Feuerpokemon Glurak und Bürgermeister Jens Korn (CSU) als das Blitzpokemon Pikachu, gespannt. Schon bei der Begrüßung auf dem Dorfanger hatte "Jack" alias Roland Schmidt, der Gottschalk des Frankenwaldes, den beiden Kontrahenten geraten, vorsichtig zu sein, da es diesmal sehr gefährlich werden würde.

Aber da sehe er keine Probleme, denn die beiden würden sich ja ständig auf Messers Schneide bewegen. Die Spiele fanden auf dem Löschteich statt und man sah den beiden die Anspannung an. Sie wussten ja nicht, was auf sie zukommen würde. Bürgermeister Korn hatte deshalb den Bademeister Olli (Dieter Gräf) zwangsverpflichtet, um bei einer möglichen Katastrophe - sprich dem Versinken in den Fluten des Dorfteiches - zu helfen. Von einer gewissen Gefahr sprach Roland Schmidt, denn für den Bürgermeister könnte ja zur Not der Zweiter Bürgermeister einspringen, aber einen zweiten Pfarrer gebe es nicht.

"Aber ich sage euch, jedermann ist ersetzbar", verkündete "Jack". Gerald Gareis hatte sein gesamtes Equipment aufgefahren, um die Spiele aufzubauen. Ein starkes Seil war über den Teich gespannt, an dem ein Baumstamm befestigt war. Groß genug für die zwei Kontrahenten, um darauf Platz zu nehmen.
Ausgerüstet mit Eimern, die am Rand mit Schrauben gespickt waren, nahmen Jens Korn und Pater Jan auf dem Baumstamm Platz. Vom Rand des Teiches wurden nun kleine Pokémons in Form von Wasserbomben auf die beiden Wettstreiter geworfen, die diese mit dem Eimer auffangen mussten.

Werfer waren aufseiten des Bürgermeisters die Stadträte und beim Pfarrer seine Pfarrgemeinderäte. Schnell geriet der Baumstamm ins Schwanken und die beiden mussten die Balance halten. Pater Jan vollbrachte die reinsten akrobatischen Verrenkungen, um seine Pokémons einzufangen.


Pläne werden geschmiedet

Bürgermeister Korn bekam mehr Wasserbomben ins Gesicht und an den Körper als in seinen Eimer. Doch er schlug auch zurück und warf selbst die Wasserbomben auf das Kirchweihmontagskomitee und sorgte so für noch mehr Gaudi.

Allerdings hatte er nicht bedacht, dass jede Wasserbombe, die er selbst warf, im Eimer fehlte und natürlich kostete ihn das den Sieg. Das Fazit der beiden Pokémons aus dem wahren Leben der Neuengrüner lautete am Ende: "Es war eine feuchte Angelegenheit." Sowohl von oben, als auch von unten.

Sieger wurde in diesem Jahr Pater Jan Poja. Doch schon im nächsten Jahr werden die Karten bei der nächsten Kirchweihgaudi in Neuengrün neu gemischt. Noch weiß keiner, was sich das Kirchweihmontagskomitee dann wieder Raffiniertes einfallen lassen wird.