Er wünschte dabei, dass die Kirche in Heinersberg, Nordhalben und Steinwiesen im Sinn von Jesus Christi strahlend weiterlebt. Wichtig dabei sei die Einstellung der Christen, die in Zukunft auch weiterhin tatkräftig mitwirken müssten, sagte Winkler. Die Menschen sollten im Alltag nach Liebe streben. Allein eine prophetische Rede im Sonntagsgottesdienst sei nicht genug, sagte er bei der Predigt.

"Ich habe mir den Entscheidung nicht leicht gemacht, letztendlich hat jedoch die Halbierung der Stelle ab dem Jahr 2017 den Ausschlag für meine Entscheidung gegeben", sagte Holger Winkler auch im Hinblick auf seine Kinder. Die Zeit in der Diasporagemeinde im Grund sei nicht immer einfach, aber erfüllend und befruchtend gewesen. Insbesondere habe das Zusammenwirken mit den katholischen Christen immer gut funktioniert. "Als ich vor drei Jahren meinen Dienst angetreten habe, hat es die Zeitung richtig formuliert: ,Ich verstehe mich nicht als Einzelkämpfer‘, war damals zu lesen. Rückblickend kann ich heute feststellen, dass alles nur in Gemeinsamkeit möglich war und viele gute Geister dabei mitwirkten."

Begeisterungsfähigkeit


Der Gottesdienst wurde von dem durch Pfarrer Winkler ins Leben gerufenen Gitarrenkreis, dem Posaunenchor und durch den katholischen Chor "Gemeinsangkeit" mitgestaltet.

"Pfarrer Winkler hat seine ganze Kraft und Begeisterungsfähigkeit eingebracht und die Herzen der Menschen im Frankenwald zügig erobert", sagte Dekanin Dorothea Richter. Sie bezeichnete sein Wirken als Glücksfall für das gesamte Dekanat. "Alle haben gehofft, dass er noch ein paar Jahre bleiben würde, um Begonnenes fortzusetzen", sagte Dekanin Richter. Wie viele seiner Vorgänger habe sich aber auch Pfarrer Winkler anders entschieden. Nun gelte es, eine geeignete Nachfolgeregelung zu finden. Regionalbischöfin Dorothea Greiner habe bereits die Ausschreibung angefertigt und könne sich - in Kombination mit der Stelle in Geroldsgrün, die auch seit längerem vakant sei -, auch ein "Pfarrer-Ehepaar" vorstellen.

Realistische Predigten


Im Namen der Kirchengemeinde dankte Lydia Thieroff besonders für das neu Geschaffene, die realistischen Predigten und das musikalische Talent, das der Geistliche an den Tag legte. Die Gründung des Gitarrenkreises sei sicherlich einer der Höhepunkte während seiner dreijährigen Tätigkeit gewesen. "Darüber hinaus wurden die Aussegnungshalle und der Friedhof umgestaltet", so die Vertrauensfrau. Weitere Dankesworte sprachen der katholische Pfarrer Richard Reiß, die Bürgermeister Gerhard Wunder und Josef Daum (beide CSU) sowie Heiko Stumpf (Jugend), Brigitte Ellinger (Senioren) und Ute Klinger (Gitarrenkreis).