Ein in der Haßlach "schwimmender" acht Meter großer "Licht-Wal", die Konstruktion des Künstlers Dieter Erhard vor dem malerischen Hintergrund des imposanten Kronacher Stadtaufbaus und seiner Festung Rosenberg war eine der größten Attraktionen des diesjährigen Lichtfestes "Kronach leuchtet". Vom 29. April bis 8. Mai hatten viele Lichtkünstler, Lichtplaner, Designer und Studenten die schöne Lucas-Cranach-Stadt zum elften Mal mit stimmungsvollen Illuminationen zum "Leuchten" gebracht. Der aus Edelstahl und Kunststoff gefertigte leuchtende "Moby Dick", der per Knopfdruck eine meterhohe Wasserfontäne ausstieß, war dann auch das meistfotografierte Motiv eines heuer - erstmalig in der Geschichte des Lichtspektakels abgehaltenen - Foto-Wettbewerbs.


Erst 1700 Bilder, dann 120, dann 9

Daran beteiligten sich 52 Fotografen, die 1700 Bilder einreichten. Wahrlich keine leichte Aufgabe also für die sechsköpfige Jury - bestehend aus Vertretern von Foto Dölling, Fotostudio Thron, Fränkischer Tag, Neue Presse sowie - seitens "Kronach leuchtet" - Hartmut Nenninger vom Orga-Team und Projektleiter Markus Stirn. Die beiden Verantwortlichen waren es auch, die im Vorfeld - aus den eingereichten 1700 Fotografien - 120 für die engere Wahl ausgesucht hatten. Diese wurden ausgiebig gesichtet und bewertet, bis die Gewinner in den drei Kategorien "Architektur", "Besucher" und "Installation" feststanden.
Neun Sieger wurden gekürt und prämiert. Neben einer gerahmten Aufnahme des jeweiligen Gewinner-Fotos gab es für alle Gutscheine der beteiligten Sponsoren. Die schönsten Bilder schaften es in den Kunstkalender 2017, der in der ersten November-Woche an Hartmut Nenninger ausgeliefert und danach wieder in Kronach erhältlich sein wird. "Das waren allesamt sehr schöne, qualitativ hochwertige Bilder. Man merkte den Aufnahmen an, dass sich die Fotografen viele Gedanken über den optimalen Standort und das beste Motiv gemacht haben", freut sich Nenninger. Mit dem Wettbewerb habe das Lichtspektakel eine erneute Aufwertung und einen weiteren Imagegewinn erfahren. "Der Wettbewerb war ein voller Erfolg. Verglichen mit dem Vorjahr haben sich wesentlich mehr Fotografen beteiligt - und das mit einzigartigen Top-Bildern", strahlt Nenninger.
Aufgrund des großen Erfolgs werde es auch 2017 wieder einen solchen Wettbewerb geben, wenn Kronach vom 28. April bis 7. Mai bereits zum zwölften Mal leuchten wird. Der Wettbewerb soll sich langfristig etablieren. Dadurch hofft man, auch Fotografen beziehungsweise Besucher anzulocken, die sonst vielleicht nicht nach Kronach kommen würden und diese dann wieder bei Freunden und Bekannten Werbung für das Event machten. Die Gewinnerin in der Kategorie Architektur, Jennifer Alka, kommt beispielsweise aus dem unterfränkischen Haßfurt. "Sie war das erste Mal in Kronach. Aber sie hat gesagt, dass sie auf alle Fälle wiederkommt", erzählt Nenninger. Sicher zeigte er sich, dass es den Fotografen dabei nicht in erster Linie um die Preise gegangen sei. Diese seien für sie eher eine schöne Zugabe gewesen. Den für sie weitaus größeren Stellenwert habe es, dass ihre Bilder ausgewählt worden seien.


"Zwei Bestell-Wellen"

Bestellungen der Kunstkalender sind nach wie vor möglich. Ansprechpartner hierfür ist ebenfalls Hartmut Nenninger. "Es gibt insbesondere zwei Bestell-Wellen", informiert er. Die ersten Bestellungen gingen kurz nach "Kronach leuchtet" ein, aber auch viele um den Zeitraum 6. bis 8. Dezember letzten Jahres - sicherlich viele davon als Weihnachtsgeschenk. Gerade auch Familienmitglieder, Freunde und Bekannte, die nicht mehr im Landkreis wohnten, freuten sich sehr über diese Erinnerung an Ihre Heimat. Aber auch wenn das Kalenderjahr bereits begonnen habe, bis weit in das Frühjahr hinein, gingen immer noch Nachbestellungen ein. Der Kalender habe eine große Anhängerschaft aus dem ganzen Bundesgebiet und stoße alljährlich auf sehr gute Resonanz. Auch heuer liegen bereits schon viele Bestellungen vor", so Nenninger. Aus Gesprächen wisse er, dass viele die Kalender sammelten beziehungsweise aufbewahrten. Alle Abnehmer unterstützten mit dem Kauf das Lichtevent "Kronach leuchtet", dem die Kalender-Erlöse zugutekommen. Damit legten sie zugleich den Grundstein für die Lichtinstallationen im kommenden Jahr.


Viele Verkaufsstellen

Der bildgewaltige Kalender kann nach dem Erscheinen an vielen Verkaufsstellen erworben werden. Wer die Gewinner-Bilder und weitere Fotos aus dem Wettbewerb genauer betrachten möchte, hat in diesem Monat Gelegenheit. Vom 7. bis 25. November sind rund 40 Aufnahmen in einer Ausstellung in der Galerie des Landratsamtes zu sehen (siehe Extra-Artikel unten: " Ausstellung präsentiert 41 Fotografien"). Weitere Infos gibt es unter www.kronach-leuchtet.de.


Zum Kalender 2017

Bestellung Der Kalender zu "Kronach leuchtet 2016" kostet wie in all den Jahren wieder 12 Euro. Er kann bei Hartmut Nenninger (Telefonnummer 09261/61846 bzw. E-Mail nenninger.hke@t-online.de) bestellt werden, der auch für Rückfragen zur Verfügung steht. Ein Postversand ist gegen Entgelt (8,49 Euro) auch möglich.
Verkaufsstellen Verkauft wird der Kalender unter anderem im Kreiskulturreferat, beim Servicepoint des Fränkischen Tags (Foto Dölling, Kronach, Bahnhofstraße 8) , bei Adelheid Sportswear (Küps, Kronacher Str. 3), bei der Buchhandlung "Lesezeichen"(Kronach, Strauer Str. 15) und beim Rewe-Markt Marktrodach (Rodachau 2).




Ausstellung präsentiert 41 Fotografien


Am 7. November, eröffnet Landrat Oswald Marr um 17 Uhr die letzte Ausstellung des Jahres in der Galerie im Landratsamt. Gezeigt werden 41 Fotografien aus den rund 1700 Einsendungen des ersten Fotowettbewerbs zum 11. Lichtevent "Kronach leuchtet 2016", das wieder gut 100 000 Besucher in die ehrwürdige Stadt von Lucas Cranach lockte.


Bis zum 25.November zu sehen

Viele renommierte Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich an dem strahlenden Großereignis und machten es zu einem leuchtenden Aushängeschild weit über die Region hinaus. Neben den Kunstobjekten von Rosmarie Weinlich (Erfurt), Katja Schimmel (Weimar), Winfried W. Wunderlich (Gera), Dieter Erhard (Erlangen), Frank Wunderatsch und Andy & Karin Siegemund sorgten auch 40 Studierende der Hochschulen Coburg, Wismar, Turin sowie der Ain Shams Universität Kairo in Lichtworkshops für große Begeisterung und leuchtende Augen. In diesem Jahr wurde erstmals der Haßlach-Fluss in den Lichtweg integriert und verlieh dem Lichtevent einen vollkommen neuen Glanzpunkt.
Mit einigen der hier zu sehenden Arbeiten wurde auch der Jahreskalender 2017 zu "Kronach leuchtet" zusammengestellt. Die Ausstellung kann bei freiem Eintritt zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes bis 25. November besucht werden. red