Nichts dringt nach draußen, keiner verrät etwas. Erst am Büttenabend wird das Geheimnis gelüftet, werden die neuen Prinzenpaare vorgestellt. Beim Einzug des neuen Flößerprinzenpaares Andi I. und Bärbel I. blieb aber so manchem Faschingsnarren der Mund offen stehen. Andreas Buckreus, seines Zeichens Anführer der Flößer, und seine Frau Bärbel übernahmen das Zepter, Verzeihung den Floßhaken, für die Faschingssession.
Prinz Andi I. sagte in seiner Antrittsrede: "Mie homm nuch nie su richtich kapiert, wos mit uns passiert." Als Kinderprinzenpaar zogen Prinzessin Samia I. und Prinz Erich I. in den Saal ein.


Neue Tanzpaare

Die neuen Tanzpaare Ronny Peetz, Nino Krüglein, Michelle Betz und Senta Kryzer waren eine Bereicherung des Abends. Auch der Showtanz der Garden mit Aladin (Selina Weber) und der Wunderlampe und dem Lampengeist (Nicole Krump) war ein Augenschmaus.

Maik Förner und Werner Stumpf führten mit Witz durch das Programm. Mit einem denkwürdigen Gang zum Doktor war die Schnaider Feuerwehr in diesem Jahr wieder dabei, und auch der Sketch der Ministranten "nach einer wahren Begebenheit", bei dem ein Schlachtschüssel-Essen sogar Todkranke genesen lässt, regte zu Beifallsstürmen an.

Henry Stöcker, der Prinz der vergangenen Jahre, outete sich diesmal als Büttenredner unter dem Motto "Wallenfels is des, was wir daraus machen". Witze und Musik bei einer nicht ganz so ernsten Musikprobe gab es von Tschito und Lasse (Michael Burger und Lars Fischer), deren "Läägeplaude" nur noch von den älteren Herren Fritz (Edel Deckelmann) und Georg (Gitte Schlee) übertroffen wurde. Einen "One-Night-Stand-Auftritt" legte Georg Löffler von der Kroniche Fousanoacht hin und zog als "Fränkischer Bierkönig" das Fazit "Wer torkelt, hat mehr vom Weg".

Viele Gedanken über die Ereignisse in Wallenfels machte sich der Minichor. Dieser ging vor allem auf die Stadträte ("lassen sich nur vor den Wahlen sehen") und die Raah-Kattn von Edel Deckelmann ein. Natürlich durfte ein Werbeblock nicht fehlen. Die "Alten Ochsen", die Senioren der Ministranten, hatten hierbei einiges zu berichten.
Um eine Attraktion reicher ist nun die Stadt Wallenfels, die seit Samstag einen Wunschbrunnen ihr eigen nennen darf. Einmal wünschen kostet einen Euro, Steinwiesener zahlen fünf Euro. Als Motiv dient "die Perle der Wilden Rodach", wieder hervorragend von Maxi Zeitler verkörpert.


Kein altes Eisen

Dass man mit über 50 noch nicht zum alten Eisen gehört, zeigte wieder einmal die Ü50-Garde. Unter dem Motto "Let's dance" war das Rock'n'Roll-Fieber ausgebrochen. Auch die "Damen ohne Namen" begeisterten in tollen Kostümen mit ihrem afrikanischen Tanz. Getanzt im weiteren Sinne wurde auch beim Elferrat, der in "Stiefel und Schutzkleidung" antrat. "Ich und mein Holz" hieß es bei den Mini-Männern. Unter dem Motto "Sport und Turnen füllt Gräber und Urnen" trat die "Turngruppe Schwanensee" an - Lachsalven waren vorprogrammiert. Zu einer Hitparade hatten die Ministranten eingeladen. Von den Wildecker Herzbuben über Andrea Berg bis hin zu Dschingis Khan waren alle gekommen.

Zum Schluss dankte Bürgermeister Jens Korn allen Akteuren für das tolle Programm. Besonders hob er Caro Wicklein hervor, die sich für alle Tanznummern verantwortlich zeigte. Mit dem neuen Prinzenpaar, das eine "gewisse Lebenserfahrung" mitbringt und mit Leidenschaft und Begeisterung bei der Sache ist, habe man sicher einen Höhepunkt im Wallenfelser Fasching gesetzt. Ausgerichtet wurde der Büttenabend von der "Wallnfelse Fousanoacht".