Eigentlich sollte Frank Sommer vom Spessart-Gymnasium Alzenau in der zweiten Schuljahreshälfte die Nachfolge von Klaus Morsch als Leiter des Frankenwald-Gymnasiums Kronach antreten. Morsch ist zwischenzeitlich in den Ruhestand gegangen ist.

Aus der geplanten Nachfolgeregelung wird nun aber doch nichts. Sommer, der seinen Dienst bisher noch nicht aufnehmen konnte, "wird eine andere Aufgabe an einer anderen Dienststelle übernehmen", informiert der stellvertretende Schulleiter des Frankenwald-Gymnasiums, Alfred Merkel.


Neue Ausschreibung

Auf Grund dieser Entscheidung, welche das Ministerium Merkel gerade erst mitteilte, wird der Stellvertreter bis zum Ende des Schuljahres weiter den Betrieb am Frankenwald-Gymnasium leiten. "Die Stelle bei uns ist jetzt zum 1. August 2017 ausgeschrieben", erklärt er, dass ein neu zu bestimmender Schulleiter nun erst zum Schuljahr 2017/18 zu erwarten ist.

"Somit bleibe ich jetzt geschäftsführender Schulleiter", erklärt Merkel weiter. Unterstützt wird er dabei von Christian Pfadenhauer der zum Halbjahreswechsel in die Schulleitung aufgerückt ist. Um sich voll auf das umfangreiche Aufgabenfeld des Schulleiters und die weiter bei ihm angedockten Tätigkeiten des Stellvertreters konzentrieren zu können, wurde Merkel vom Unterrichtsdienst freigestellt.


Gute Perspektiven in Sachen G9 und Mittelstufe Plus

Ein weiteres wichtiges Thema am FWG ist das neunjährige Gymnasium. Es ist noch nicht in Stein gemeißelt, weil der "politische Wille noch dokumentiert werden muss", wie Alfred Merkel betont, aber es sieht gut aus für das G9 und die Fortsetzung der Mittelstufe Plus am Frankenwald-Gymnasium Kronach. Laut dem geschäftsführenden Schulleiter des FWG ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Pilotprojekt der Mittelstufe Plus für einen entschleunigten Weg zum Abitur weitergeführt werden darf.

Die Mittelstufe Plus wird an 47 Pilotschulen - dazu zählt das Frankenwald-Gymnasium - erprobt. 71 Schulen hatten sich bayernweit dafür beworben. "Die Mittelstufe Plus bietet den Schülerinnen und Schülern [...] ein Jahr mehr Lernzeit." Sie sei die Antwort auf die wachsende Heterogenität der Schülerschaft, hatte Bildungsminister Ludwig Spaenle das Pilotprojekt begründet, das seit dem Start 2015/16 auf fruchtbaren Boden fiel.