Eigentlich heißt es ja: "Alles neu macht der Mai". Auf den Wonnemonat Mai müssen wir noch etwas warten. Aber Neuerungen gab es beim - aus mehreren Gründen in die Historie eingehenden - Büttenabend der "Langstädter Fousanachter" zuhauf. Erstmals wurde die Veranstaltung nämlich in der zum Festsaal umgebauten Küpser Schulturnhalle für die gesamte Marktgemeinde abgehalten. Zudem fand sie noch nie vor einem solch großen Publikum statt. Neu waren auch die beiden hinreißenden Conférenciers Pia und Lisa, die durch die fünfstündige Supergaudi führten. Aber alles der Reihe nach.
Der Vorsitzende der "Langstädter Fousanachter", Robert Vogel, begrüßte die rund 300 Gäste zu der stimmungsgeladenen Show der Superlative, bei der wirklich alles dabei war: von frechen Witzen und hitzigen Wortgefechten über feurige Tanzauftritte und originelle Musik- sowie Gesangseinlagen bis hin zu pikanten Themen aus dem Gemeindegeschehen.
Nach hoheitlichen Willkommensworten seitens des Prinzenpaares, Uwe I. und Andrea I. "zum Zweiten", sowie des Kinder-Prinzenpaares, Joshua I. und Eylin I., an ihre närrischen Untertanen gab es zunächst Ehrungen. Für ihr großes Engagement für die "Langstädter Fousanacht" wurden Heike Zauritz und Wolfgang Eckert mit dem Orden des fränkischen Fastnachtsverbands ausgezeichnet.
Was folgte, war ein fünfstündiges Spitzenprogramm, das die Turnhalle förmlich zum Erbeben brachte. Traditionell machte die Langstädter Funkengarde mit einem feurigen Gardetanz den Auftakt und brachte das Publikum damit gleich auf Betriebstemperatur. Ein absoluter Knüller war der Auftritt des FCN-Fanclubs "Alte Liebe" Oberlangenstadt, der - aus der Sicht geplagter Clubberer - das Gemeindegeschehen unter die Lupe nahm. Dabei fand sich durchaus die eine oder andere Parallele vom Sport zur hohen Welt der Politik.
Weitere Highlights in der ersten Runde waren die geschmeidigen Kätzchen von Regens Wagner Burgkunstadt, die ebenso wie die "Prinzengarde einmal anders" einen temperamentvollen Tanz aufs Parkett legten. Kein Auge trocken blieb beim Zwiegespräch von Elsbeth und Berta (alias Christina und Micha Stadelmann), die über Probleme mit dem fortschreitenden Alter und dem Fortschritt der Technik berichteten. Noch einmal rund ging es vor der Pause mit der "Schneckenloher Wöschtfabrik", bei der drei kleine, aber höchst gelenkige Männer für Furore sorgten.
Im zweiten Teil hatten fünf bunte Zottel-Drosseln mit einem gekonnten Schwarzlichtauftritt sowie die neue Putzfrau der Gemeinde (Michael Hammer) die Lacher auf ihrer Seite. Die fleißige Dame wusste allerhand aus dem Tageslauf der gestressten Gemeindemitarbeiter zu berichten und "schrubbte" dabei so manchen Scheinheiligen rein. Nach einem Abstecher in ein öffentliches WC, bei dem Gabi Neumann ganz schön Hand anlegen musste, trat nach mehreren Verzögerungen endlich der Stargast des Abends, Jürgen von der Lippe, in Erscheinung. Leider hatte er Probleme mit seinem Bühnenoutfit. Da Eigentümer der von ihm getragenen Jacke und Hose, seines Hemdes und sogar seiner Unterhose Besitzansprüche anmeldeten, musste er schließlich fast so "wie Gott ihn schuf" seine Lieder zum Besten geben.
Ein absolutes Highlight waren wieder einmal die grazilen Herren des Langstädter Männerballetts, die zunächst die Sonne aufgehen ließen und sich schließlich als süße Pflaumen präsentierten. Für den krönenden Abschluss sorgten schließlich die drei Pianisten. Tänzerische Akzente setzten im zweiten Teil die Prinzengarde Weißenbrunn sowie die megaerotische Shakiras, die lasziv zu "Waka Waka" die Hüften kreisen ließen.