In Bad Kissingen fand die 6. Deutsche Brass Band Meisterschaft statt, in der insbesondere Musiker aus dem Landkreis Kronach sehr erfolgreich waren. Bei der Meisterschaft - vom Nordbayerischen Musikbund organisiert - holte die Brass Band Bamberg in der 3rd Divison (Mittelstufe) auf Anhieb den Titel "Deutscher Meister".
Insbesondere Musiker aus dem Landkreis Kronach trugen zu diesem Erfolg bei. Es sind dies Roman Steiger (Euphonium) vom Musikverein Neukenroth, Mario Fehn (Flügelhorn) beim Musikverein Steinbach am Wald, Tobias Partheymüller (Cornet) aus dem Musikverein Zeyern, Maximilian Klug (Es-Alt-Horn) von der Original Reichenbacher Blasmusik und dem Musikverein Neukenroth sowie Alexander Ritz und Markus Piontek (beide Schlagzeug) vom Symphonischen Blasorchester Küps.

In der international vertretenen Jury waren Jan van der Roost (Belgien), Professor Armin Bachmann (Schweiz), Thomas Doss (Österreich). Wieder einmal zeigte sich, dass der Landkreis Kronach über viele - teilweise verborgene - Talente in unterschiedlichen Kategorien verfügt.

Die deutsche Brass Band Szene ist relativ jung, genießt aber seit einigen Jahren einen regelrechten Boom. Ursprünglich kommen die Brass Bands aus England, wo fast jede Kohlenmine eine solche Band mit speziellen Instrumenten hatte. Dies hatte neben dem gesellschaftlichen Gedanken den Sinn, dass sich die Untertage-Arbeiter den Staub aus der Lunge blasen sollten und somit den berufsbedingten Lungenschäden vorbeugten. Des Weiteren hatten die Arbeiter wenig Geld, so dass sie sich keine teuren Streichinstrumente leisten konnten. Deshalb kam man auf die Blasinstrumente (Brass = Messing) und versuchte, ähnlich den Streichern zu klingen. Typisches Zeichen hierfür ist unter anderem das Vibrato.

Somit erzielen Brass Bands einen unvergleichlichen Sound, der zusätzlich zu den Blechbläsern von drei bis vier Schlagzeugern erzeugt wird. Das Klangspektrum reicht vom kleinsten Pianissimo bis hin zum gewaltigen Fortissimo, was von den Musikern einiges an Können abverlangt. Ebenso sind die Werke technisch höchst anspruchsvoll, was sehr viel Übung erfordert. Die vielen Stunden häuslicher Probenarbeit wurden in nur wenigen gemeinsamen Probenwochenenden durch den Dirigenten Christian Lang im Burgebracher Probenheim zusammengeschmiedet.