In Ludwigsstadt traf man sich zur "Aktion Zusammenspiel" mit Flüchtlingskindern im evangelischen Gemeindezentrum. Ziel ist es, das Miteinander von Flüchtlingskindern und einheimischen Kindern zu fördern. Bei der von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ins Leben gerufenen Aktion sollen in den kommenden Wochen in ganz Deutschland lokale Begegnungsveranstaltungen zwischen Flüchtlingskindern und einheimischen Kindern stattfinden.
Die Aktion wird auch von den drei großen Spielzeugherstellern mit über 450 Spielzeugpaketen unterstützt. Damit will man auch auf die Tatsache reagieren, dass unter den einreisenden Flüchtlingen viele Kinder sind.
In den Flüchtlingsunterkünften fehlt oftmals die Möglichkeit zum gemeinsamen Spielen und zur gegenseitigen Begegnung. Durch die Aktion sollen Vorurteile und Ängste abgebaut werden. Man will man damit zeigen, dass man in Deutschland zusammen steht. Die Veranstaltung wurde vom örtlichen Pfarrer Albrecht Bischoff und Bürgermeister Timo Ehrhardt unterstützt. Beide dankten auch für das harmonische Miteinander in Ludwigsstadt, wo bereits mehr als zwei Dutzend Flüchtlinge leben. Zur "Aktion Zusammenspiel" konnten sie darüber hinaus ausländische Bürger aus Lauenstein, Reichenbach und Tettau begrüßen.


"Gut eingelebt"

Unter den Besuchern war auch die Familie Alsaadir aus Syrien. Vater Adnan war über freundliche Aufnahme von seiner Tochter und den beiden Söhne dankbar. "Wir sind schon ein Jahr hier in Ludwigsstadt und uns gefällt es ganz gut", meinte der 43-jährige Vater. Insbesondere lobt er die wöchentlichen Zusammenkünfte mit den anderen Ausländern und Deutschen. Dass jetzt auch speziell für Kinder was gemacht wird, findet er sehr gut. Wie er in gebrochenem Deutsch sagt, laufe sein Asylverfahren noch, wenn er anerkannt werde, möchte er in Ludwigsstadt, wo man sich zwischenzeitlich gut eingelebt hat, bleiben.
Der Geschäftsführer des Kreisjugendrings Bernd Pflaum wies darauf hin, dass die Aktion im Landkreis Kronach mit einer Kiste Legosteine von der herstellenden Firma unterstützt wurde. Weiterhin wurde die Aktion aus dem Aktions- und Initiativfonds der Partnerschaft für Demokratie Landkreis Kronach gefördert.