Plakatierung, Nordwaldhalle und Vorbereitende Untersuchungen für den Stadtumbau standen im Mittelpunkt der Gemeinderatsitzung. Die Plakatierungsrechte für auswärtige Veranstaltungen sollen an eine Firma aus Birkenhügel bei Lobenstein gehen. Sie wird an zehn Leuchten Rahmen anbringen, die mit den Plakaten bestückt werden.

Jeder auswärtige Veranstalter, der seine Plakate hier veröffentlicht haben will, muss sich an diese Firma wenden, die Gemeinde Nordhalben hat hier keine Arbeit und keine Kosten. Der Vertrag soll auf ein Jahr abgeschlossen werden, um zu sehen, wie es funktioniert. Geschäftsleiter Joachim Ranzenberger wird eine Satzung erstellen, die diese Dinge regelt.

Michael Wunder (CSU) fragte, wie verfahren wird, wenn doch wild plakatiert wird. Ranzenberger sagte klipp und klar, dass dann die Plakate abgenommen und die Arbeit in Rechnung gestellt wird. Hans Blinzler (CSU) ging sogar so weit, dass er auch das Anbringen von Schildern und Plakaten an privaten Grundstücken laut Satzung verbieten lassen wollte, worauf Horst Wolf (FW) meinte, dass diese Freiheiten den Grundstücksbesitzern gelassen werden sollten.

Diskussionen gab es bei der Plakatierung durch örtliche Vereine. Die drei Holzwände sehen nicht mehr dekorativ aus. Karl Roth (FW) meinte, dass sie nicht schlecht seien, sie müssten nur neu hergerichtet und den Vereinen eine Frist gesetzt werden, wann die Plakate abgenommen werden müssen.

Was ist mit den Vereinen aus dem Ort?

Auch Kevin Wunder (FW) war der Meinung, die Tafeln zu erhalten, auch wenn die Möglichkeiten der Werbung heute mehr zu den neuen Medien tendieren. Auch die Stelen, die noch von der 850 Jahr Feier stehen, werden gerne zu Werbungszwecken genutzt, dies soll ebenfalls beibehalten werden.

Am Ortseingang steht noch der Schaukasten für Veranstaltungen in der Nordwaldhalle. Dieser könnte ebenfalls für die Plakatierung der örtlichen Vereine genutzt werden. Astrid Färber (SPD) meinte, dass mit den Holzwänden die Wildplakatierung dennoch weitergehe und regte an, in der Ortsmitte leerstehende Schaufenster zu nutzen, um die Plakate von innen aufzuhängen.

Bernd Daum (FW) gab zu bedenken, dass erst ausgelotet werden müsse, ob die Vereine überhaupt diese Holztafeln noch wollen, ob Bedarf besteht, erst dann sollen sie restauriert werden. Diesem Argument schloss sich auch Michael Franz (SPD) an. Es wurde schließlich einstimmig beschlossen, einen Probebetrieb mit den Holzwänden für ein Jahr durchzuführen und ein Schild anzubringen "Nur für örtliche Vereine", um das wilde Plakatieren auswärtiger Veranstalter zu verhindern.

Die CSU und die SPD Fraktion hatten jeweils einen Antrag eingereicht, um den Stand der Vorbereitenden Untersuchungen Stadtumbau (VU) erfahren. In der Marktgemeinderatsitzung vom 4. Februar 2014 wurde diese Maßnahme beschlossen. Michael Wunder (CSU) betonte, dass man eigentlich weitermachen müsste wie beschlossen, denn ohne vorbereitende Untersuchungen geht nichts in Sachen Stadtumbau.

Alle muss genehmigt werden

Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) führte aus, dass eine Anfrage beim Ministerium vorliege, ob man nach den vorbereitenden Untersuchungen überhaupt in der Lage ist, finanziell etwas zu unternehmen. "Wir sind konsolidierende Gemeinde und müssen unterscheiden, was unsere Pflichtaufgabe ist oder was wünschenswert wäre. Es muss ja alles genehmigt werden", sagte Pöhnlein. Er machte den Vorschlag, dass diese Angelegenheit erst einmal ruhen solle, bis die Antwort des Landratsamtes und des Ministeriums eingegangen sei und man dann wisse, was man verwirklichen kann oder nicht. Erst dann soll mit den VU begonnen werden.

Gerhard Schneider (FW) fragte nach, was im Februar 2014 vom damaligen Bürgermeister Daum unternommen wurde. Dies konnte jedoch nicht beantwortet werden. Ludwig Pötzinger (FW) und Manfred Köstner (CSU) waren sich einig, dass ohne VU zwar nichts geht aber diese erst nach schriftlicher Nachricht und "grünem" Licht in Auftrag gegeben werden sollen. Der Vorschlag von Bürgermeister Pöhnlein wurde mit einer Gegenstimme genehmigt.

Kein Pachtvertrag

Für die Kegelstube in der Nordwaldhalle gibt es bis jetzt keinen Pachtvertrag. Nun soll ein Pächter gesucht werden, der teilweise auch Überwachungstätigkeiten mit übernimmt. Hierzu wurde auf der Basis eines Mustervertrages einer Brauerei ein modifizierter und auf die Nordhalbener Bedürfnisse abgestimmter Pachtvertrag erstellt. Die Vorgabe der Rechtsaufsicht, kein Personal für die Nordwaldhalle einzustellen, lässt nur diese Möglichkeit zu.

Es gab lebhafte Diskussionen über einige Punkte des Vertrages. Michael Franz (SPD) meinte, man müsse schon Vollkaufmann sein, um alles verstehen zu können. Außerdem seien einige Punkte darin, die er selbst als Pächter nicht unterschreiben würde. Bernd Daum (FW) meinte, es stehe jedem potenziellen Pächter frei, den Vertrag prüfen zu lassen. Einige Punkte könnten sicher beidseitig noch angepasst werden. Für Hans Blinzler (CSU) ist viel Wunschdenken in diesem Entwurf. Es werde schwer, da einen Pächter zu finden und deshalb müssten Änderungen gemacht werden.

Für Ludwig Pötzinger (FW) ist klar, dass es das Ziel sein muss, das Beste für die Kegelstube zu erwirtschaften. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) sagte, dass zum Beispiel die Kontrolle der Halle mit dem Pächter abgesprochen werden und dies auch finanziell geregelt werden muss.

Ideenwerkstatt am 5. Februar

Er fasste zusammen, dass der Kulturausschuss alle Vorschläge bezüglich des Pachtvertrages sammeln, den Vertrag noch einmal durcharbeiten und ändern werde. Erst danach gibt es eine Abstimmung im Gemeinderat und eine Ausschreibung. "Bringt eure Änderungsvorschläge schriftlich in der Gemeinde ein", betonte Pöhnlein. Außerdem gibt es am 5. Februar eine Ideenwerkstatt, wie und was man mit der Nordwaldhalle machen könnte, hierzu sind alle Vereine usw. eingeladen.

Einstimmig wurde beschlossen, den Antrag für die Mitgliedschaft im kommunalen Prüfungsverband an das bayerische Innenministerium zu stellen. Bereits jetzt wird diese Hilfe in Anspruch genommen und muss bezahlt werden. Durch die Mitgliedschaft erhält Nordhalben einen vergünstigten Stundensatz und kann immer auf qualifizierte Leute zurück greifen.

In Nordhalben gehen die Lichter nicht aus, sie werden nur ausgetauscht. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED Technik wurde vom Landratsamt genehmigt. Der Antrag der KFW-Förderung wurde fertig gestellt und nach Berlin weitergeleitet. Dies musste schnell geschehen, das das Energieprogramm zum 31.12.14 ausgelaufen ist. Am 2. Februar ist ein Bemusterungstermin mit drei Firmen angesetzt, um diese Maßnahme in Gang zu bringen.

Der Kommandant der Feuerwehr Heinersberg, Armin Meckel, wurde vom Gemeinderat einstimmig bestätigt.

Den Wald durchforsten

Aus forstwirtschaftlicher Sicht ist eine Durchforstung des Gemeindewaldes notwendig. Die wurde nach einer Besichtigung mit Peter Schmittnägel klar. Es geht um rund 400 Festmeter Holz. Die Arbeiten werden von einer Fachfirma ausgeführt.

Um die Eiche am Dreschhallenplatz sollen drei Infoschilder aufgestellt werden, die als Ausgangspunkt für die verschiedenen Wanderrouten dienen. Ludwig Pötzinger wies darauf hin, dass dann auch von Seiten der Gemeinde das Umfeld gepflegt und in Schuss gehalten werden muss. Rudolf Ruf regte an, auch für die Nordic-WalkingLäufer solche Angebote zu machen.