Brennende Schlachtfelder, finstere Soldaten, Folterszenen und Leichenberge, aber auch fröhliche Skelette, die in abstrusen Posen feiern, lachen und sich über die Lebenden lustig machen. Da tanzen Gerippe-Paare einen ekstatischen Tanz. Einige musizieren dabei - "Die Zeichnungen sind keine leichte Kost", bemerkt der Künstler. Aber sie brechen das Tabu, den Tod zum Thema zu machen. 61 Zeichnungen des ungarischen Künstlers zeigen das kollektive Sterben und den anonymen Tod in unserer Welt. Béla Faragó schildert mit zeichnerischen Mitteln, wie nah wir Lebenden dem Tode sind. Auf sarkastische und skurrile Weise drückt er damit aus, dass der Tod den Menschen oft mitten in seiner Geschäftigkeit erreicht, und dass es kein Entrinnen gibt.

Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsprojekt des Kronacher Kunstvereins, des Aktionskreises Kronacher Synagoge und der Galerie DESTILLARTA, Buchschwabach. Den Zugang zu den Arbeiten erleichterte 1. KKV-Vorsitzender Karol J. Hurec den Gästen, indem er auf biografische und künstlerische Aspekte von Béla Faragó einging. Uli Wunderlich, Präsidentin der Europäischen Totentanz-Vereinigung, gab einen Einblick in die Geschichte des Totentanzes. "Was ein Totentanz ist, lässt sich gar nicht so leicht beantworten. Jeder, der sich mit der makabren Kunst befasst, wird mit dieser Frage konfrontiert. Jeder stellt sich etwas anderes darunter vor - abhängig davon, ob er sich mit längst vergangenen Epochen oder zeitgenössischen Werken beschäftigt", so die Präsidentin.

Öffnungszeiten von 24. März bis 7. April: Dienstag bis Freitag sowie Sonntag von 14 bis 17 Uhr, Samstag von 11 bis 13 Uhr, Schulklassen nach Absprache.