"Damit hat die Pressiger Schule zumindest ein Alleinstellungsmerkmal", meinte der neue Rektor Reinhard Horn scherzhaft, nämlich zwei männliche Schulleiter und schmunzelnd bat er den Schulamtsdirektor um besonders fürsorgliche Behandlung, "denn wir genießen so etwas wie Artenschutz".

Wie überhaupt die Amtseinführung sehr locker und trotz allen ersten Hintergrundes sehr freundlich und humorvoll gestaltet wurde. Dazu trug auch Schulamtsdirektor Uwe Dörfer mit seiner Rede bei und nicht zuletzt auch die leichte Musik des Schulensembles unter Leitung und Begleitung am Keyboard von Bernd Jungkunz.

"Das Schulleitungs-Tandem hat alle Voraussetzungen zum Teamgeist und eine große Grund- und Mittelschule wie die in Pressig muss auch im Team geleitet werden, Einzelkämpfer an der Spitze sind heute nicht mehr gefragt. Das richtige Team und Kollegium habt Ihr in Pressig schon", stellte Dörfer fest. "Zum Besteigen eines hohen Berges bedarf es Mut, Umsicht, Ausdauer und Leidenschaft, dies sind auch Voraussetzungen für den Erfolg einer Schule." Übertragen bedeute Mut, Innovation, neue Wege gehen und neben den genannten Attributen gehöre auch Fingerspitzengefühl zur Leitung einer Schule.

Die drei Bereiche Schulentwicklung, Menschen führen, Kooperation nannte Dörfer, die ihm an einer Schule besonders wichtig seien und ihm am Herzen lägen. Dazu gehörten Anregungen und Impulse geben für die schulhausinterne Lehrerfortbildung. Unterrichtsqualität sei ein großer Wert und daher die Weiterbildung ein wichtiges Handwerkszeug für Lehrkräfte. Die Berufsorientierung sollte beibehalten und Partnerschaften mit verschiedenen Unternehmen der Region sowie die bisher vorbildlich durchgeführten Ausbildungsmessen an der Pressiger Schule fortgeführt werden, schrieb der Schulamtsdirektor der neuen Schulleitung ins Stammbuch. Und zum Schluss nochmals humorvoll: "Wer lächelt statt zu toben ist immer der Stärkere, bleibt immer gelassen und verliert Euren Humor nicht", so Dörfer zu den neuen Schulleitern.

Da geht's künftig lang

Und der neue Schulleiter, Reinhard Horn ließ auch gleich erkennen wo es zukünftig lang gehen soll. Er kritisierte die Regierung von Oberfranken für ihre viel zu lange Bearbeitungszeit zur Genehmigungserteilung zum Bau der Mensa. Seit 21. Mai liege der Antrag bei der Regierung von Oberfranken. "Das sind fünf Monate und immer noch warten wir. Für die heutige Zeit ist das eine halbe Ewigkeit", so Horn, der auch gleich noch weitere Wünsche an den Schulverbandsvorsitzenden und Bürgermeister Hans Pietz (FW), zum Beispiel nach mehr Klassenräumen, ausdrückte. Schließlich ist er schon ein Vierteljahrhundert an der Pressiger Schule tätig und kennt natürlich die Sorgen und Nöte des Kollegiums wie auch der Eltern und Schüler und hatte auch so manche Modernisierungsgedanken besonders bezüglich moderner Medien und Lehrmittel, um fit für die Zukunft zu sein.

Beide Schulleiter werden keine lange Einarbeitungszeit benötigen. Auch Thomas Müller lehrt bereits seit 20 Jahren an der Schule in Pressig.

Eine glückliche Hand

Gratulation und Glückwünsche gab es vom Schulverbandsvorsitzenden, Bürgermeister Hans Pietz, vom Verbundkoordinator des Schulverbunds Rennsteigregion und Rektor der Grund- und Mittelschule Windheim, Herbert Vetter, für den Personalrat im staatlichen Schulamtsbezirk Kronach sprach Jens Schmidt im Namen des BLLV Glückwünsche aus. Silvia Reier gratulierte für den Elternbeirat, für die "alte Garde" des ehemaligen Kollegiums beglückwünschte Rektor a. D. Josef Wich und auch der bisherige Rektor, Günther Hanna ließ es sich nicht nehmen seinen Nachfolgern viel Erfolg und stets eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen zu wünschen.