Der 61-jährige Fahrer eines Sattelzugs fuhr in der Kurve geradeaus weiter, weil er einen Schwächeanfall erlitt. Der unbeladene Sattelzug kam nach rechts von der Straße ab, rollte ungebremst über eine Wiese, mähte mehrere Bäume um und kam schließlich stark beschädigt an größeren Bäumen zum Stehen. Der verunglückte Lasterfahrer einer Spedition aus dem Kreis Kronach war im Nahverkehr eingesetzt und befuhr diese Strecke täglich dreimal, um in Tettau bei einem Glasunternehmen Ladung aufzunehmen. Der Fahrer konnte keine Angaben zum Unfallhergang machen. Er war äußerlich nahezu unverletzt, wurde aber vorsorglich vom Rettungsdienst in die Klinik nach Neuhaus am Rennweg gebracht.

Ein ortsansässiges Bergungsunternehmen rückte mit mehreren schweren Fahrzeugen an, darunter einem 45-Tonnen-Autokran, der zwar auf der Straße aufgebaut wurde, aber nicht eingesetzt werden musste. Mit der Doppelseilwinde (25/30 Tonnen) eines Berge- und Abschlepp lasters gelang es, den Havaristen wieder auf die Straße zu ziehen. Das dauerte aber einige Zeit, weil erst mehrere Bäume abgesägt werden mussten, zwischen denen sich der Sattelzug verkeilt hatte. Die Wurzelstöcke der umgefahrenen Pappeln drohten auch die Dieseltanks des Maschinenwagens aufzureißen. Deshalb gestaltete sich die Bergung des Sattelzugs so zeitaufwendig. Der Rennsteig war bis gegen 19 Uhr blockiert. Der Verkehr wurde von der Feuerwehr über einen Parkplatz direkt neben der Unfallstelle umgeleitet, so dass es zu keinen nennenswerten Störungen auf der Staatsstraße kam.

Ein Maschinenwagen, an den der nur wenig beschädigte Auflieger angekoppelt werden konnte, stand schon am Unfallort bereit. Um den beschädigten Maschinenwagen "kümmerte" sich der Bergelaster.