Hans-Georg Simon (FW) sprach sich ebenso wie sein Fraktionskollege Bernd Korb gegen die Sanierung der Scheune aus. Gesamtkosten von 260 000 Euro bei einer städtischen Beteiligung von bis zu 130 000 Euro erschienen ihm zu hoch. Eine Zusage der Friesener, die Betriebskosten zehn Jahre lang zu übernehmen, erschien ihm hingegen viel zu kurz gegriffen. Überhaupt sei die Dorfgemeinschaft den Forderungen der Stadt nicht ausreichend nachgekommen und die Sanierung der Scheune erst im Nachhinein eingefügt worden.

Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) wies auf eine Deckelung des städtischen Kostenanteils und das große Engagement der Friesener hin. Sie unterstrich, dass es sich bei der Sanierung um eine funktionale, einfache Lösung handele, keinen Vollausbau. Marina Schmitt (SPD) wies darauf hin, dass von Anfang an immer Mittel für die Dorferneuerung in den Haushalt eingestellt worden seien. "Wir können jetzt nicht beim wichtigsten Punkt aussteigen", betonte sie. Für die Mehrheit der Freien Wähler sagte Michael Zwingmann zu, ein positives Signal an die Friesener zu senden.


Veränderte Situation

Jonas Geissler (CSU) stellte klar, dass anfangs nicht von solch machbaren Konditionen für den Erhalt der Scheune ausgegangen worden sei. Wenn es nun möglich sei, solle man, wie bei allen bisherigen Dorferneuerungen, auf die Wünsche der Bevölkerung eingehen. Auf eine Anfrage von Jens Schick (FW) erläuterte Stadtplaner Daniel Gerber, dass die städtebauliche Situation ohne ein Gebäude an dieser Stelle verlieren würde. Josef Geiger ergänzte für die Dorfgemeinschaft, dass diese Maßnahme die letzte der Dorferneuerung sei. "Und wenn wir die Scheune wegreißen, dann haben wir das Wort ,Dorferneuerung‘ nicht verdient."

Auch Martina Zwosta hielt die Scheune für einen guten Treffpunkt in der Dorfmitte. Bernd Liebhardt (CSU) wunderte sich über die ausgiebige Diskussion. Schließlich drehe es sich hier um eine schon Jahre laufende Maßnahme und keine neue freiwillige Leistung. Letztlich wurde gegen zwei Stimmen für die Sanierung der Scheune gestimmt.