Plötzlich war er weg. Der Baum, der eigentlich "unklaubar" sein sollte. Das haben Daniel Ivascenko und Tobias Heinlein gedacht, "weil er so lang und schwer ist". Doch da haben die beiden Pächter des Schützenhauses die Rechnung ohne Theresa Alex, Ina Kirschner und Sabrina Kolb sowie einigen starken Jungs aus Wallenfels und Seibelsdorf gemacht.

"Unklaubar" - das wollten die nicht so einfach akzeptieren. "Die Jungs hatten schon Erfahrung", erklärt Theresa Alex. In der Nacht zum Montag haben die gut 15 jungen Männer und Frauen den Baum also aufgeladen und abtransportiert.

100 Liter Bier und 100 Euro in bar - das war ihre Forderung am nächsten Morgen, als Tobias Heinlein mit Erschrecken feststellte: "Der Baum ist weg". Daniel Ivascenko hat dann ein bisschen verhandelt und letztlich einigte man sich auf 75 Liter Bier und einen Metzgerei-Gutschein - im Tausch gegen den Maibaum, versteht sich. Um 18 Uhr sollte die Übergabe stattfinden, wenige Minuten später fuhr der 25 Meter lange Baum dann auch wieder auf dem Schützenplatz ein. Die Verspätung erklärt sich mit einer Polizeikontrolle, bei der die Jungs und Mädels für den nicht ganz fachgerechten Transport 15 Euro zahlen mussten.

Jetzt dürfte der Maibaumaufstellung am Mittwoch um 15 Uhr auf dem Schützenplatz aber nichts mehr im Wege stehen.