In Zusammenarbeit mit dem Kronacher Kunstverein hatten Heinrich Schreiber und Hubert Zapf im Auftrag der Stadt Kronach zur gemeinsamen Aktion eingeladen. Neben dem Kronacher Ehrenbürger und Bildhauer Heinrich Schreiber beteiligen sich noch Lucia de Figueiredo, Professor Horst Böhm, Bernd Dittmann, Karin Elsel, Krystyna Hurec-Diaczyszyn, Michael Huth, Andrea Partheymüller-Gerber, Matthias Rudolph, Karin Schöntag und Johannes Schreiber an der Kunstausstellung, die fast einen Monat dauert.

Bei der Eröffnung der Schau im Herrenhaus in Kiskunhalas begrüßte Bürgermeister István Gyovai den eigens zum Ausstellungsauftakt angereisten Künstler Heinrich Schreiber. Er lobte die stets von großer Freundschaft geprägten Begegnungen zwischen den Bürgern beider Kommunen, sei es anlässlich der gegenseitigen Besuche verschiedener Delegationen oder im Rahmen der vielen Schüleraustauschmaßnahmen. Alle fänden regelmäßig herzliche Aufnahme, so das Kiskunhalaser Stadtoberhaupt. Diese außergewöhnlich lebendige Städtepartnerschaft, die zwischen zwei Kommunen in West- und Osteuropa gepflegt werde, habe mehrmals Auszeichnungen der Europäischen Kommission erhalten.

In seiner ihm eigenen humorvollen Art und mit viel Begeisterung stellte schließlich Heinrich Schreiber die Kunstwerke der elf Kronacher Künstler vor. Von seinen ersten Begegnungen mit Ungarn erzählte er aus der Nachkriegszeit, was den Ausstellungsbesuchern große Heiterkeit bereitete. Ein Chor sang Volkslieder und der Kindergarten führte ein deutsches Singspiel auf.

Dritter Bürgermeister Hans Simon und Stadtrat Edgar Dunst (beide SPD) vertraten die Stadt Kronach von offizieller Seite. Simon stellte zwischen der Ausstellung und der Zukunft beider Städte eine Beziehung her. Er fragte dabei, welche Vorteile diese guten Beziehungen hätten und mit welchem Inhalt sie gefüllt werden könnten. Er fand eine Reihe guter Antworten, warum intensive Städtepartnerschaftsarbeit sich durchaus lohne, könne man beispielsweise doch von den Erfahrungen der Partnerkommune nur profitieren, daraus lernen und sich weiter entwickeln, sich aber auch selbst zu großartigen Leistungen anspornen.

Die Partnerschaft zwischen Kiskunhalas und Kronach und die vielen Initiativen, die daraus entstanden sind, seien ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass sich die Begegnungen keineswegs nur auf das Protokoll beschränken. "Vor rund 20 Jahren haben die beiden Städte einander kennen gelernt und seitdem haben sich viele Freundschaften gebildet", so Simon. Die Bürger beider Städte hätten gegenseitiges Interesse füreinander entwickelt, was Grundvoraussetzung für ein zusammenwachsendes Europa sei. "Für uns war die Partnerschaft mit Kiskunhalas jedenfalls ein Glücksfall" stellte Hans Simon zusammenfassend fest. red