In Fröschbrunn wird ein großer Hagebaumarkt entstehen. Die Planung für diesen Markt sah bisher 286 Parkplätze vor. Grundlage hierfür ist, dass für je 35 Quadratmeter Verkaufsfläche laut städtischer Satzung ein Stellplatz erforderlich ist. Die Verwaltung hat angesichts dieser "enormen Stellplatzzahl" recherchiert und herausgefunden, dass für Baumärkte in vergleichbaren Fällen zumeist 40 Quadratmeter bei der Parkplatz-Berechnung zu Grunde gelegt werden. Die Firma Karst als Betreiber des hiesigen Marktes hoffte auf bestenfalls 45 Quadratmeter pro Stellplatz als Grundlage.


Satzung hinterfragt

Auf Vorschlag der Verwaltung sprach Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) zunächst die 40-Quadratmeter-Variante an. Diese lehne sich an die Musterbauordnung an und gefährde nicht die Gleichbehandlung.
Bernd Liebhardt (CSU) sah einen wichtigen Schritt darin, mit einer positiven Entscheidung den Zeichen der heutigen Zeit und der demografischen Entwicklung gerecht zu werden. Er sprach sich deshalb für eine 45-Quadratmeter-Lösung aus. Mögliche Folgefälle durch andere Baumärkte im Stadtgebiet konnte er nicht ausmachen. Die aktuelle Stellplatzverordnung sorgt seiner Meinung nach in diesem Fall für eine zu hohe Flächenversiegelung und die unnötige Beanspruchung von Gewerbeflächen.

Diese Meinung teilte auch Peter Witton (Grüne). Gerade über dem Wasserschutzgebiet dürfe möglichst wenig Fläche versiegelt werden. Sven Schuster (SPD) hatte ebenfalls keine Einwände gegen Liebhardts Vorschlag und regte sogar an, die Satzung grundsätzlich zu überdenken.


45 Quadratmeter Verkaufsfläche pro Parkplatz

Die Stadträte folgten anschließend einmütig dem Vorschlag, die Zahl der geforderten Stellplätze zu reduzieren. Für je 45 Quadratmeter Verkaufsfläche wird somit eine Parkgelegenheit fällig. Wie aus den Unterlagen der Verwaltung hervorgeht, will die Firma Karst die dann entstehenden zusätzlichen Grünflächen im Bereich der Stellplätze als Grünanlagen mit einer Bepflanzung versehen.