Zwölf Krippenplätze soll es künftig im Kindergarten Wilhelmsthal geben. Den Bedarf dafür hat der Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr anerkannt. Nun geht es also nur noch um die Umsetzung.
"Wir haben die Plätze anerkannt, da können wir jetzt nicht sagen ätschbätsch, geht woanders hin", brachte Jochen Gleich, CSU-Fraktionsvorsitzender die Meinung aller Räte und des Bürgermeisters Wolfgang Förtsch (CSU) am Donnerstagabend auf den Punkt.
Der Gemeinderat will der Kirchenstiftung deshalb den Vorschlag unterbreiten, dass die Gemeinde die Bauträgerschaft und damit die Kosten für die Errichtung der Krippe übernimmt und das Gebäude hinterher der katholischen Kirchenstiftung Wilhelmsthal übergibt.Das hätte zur Folge, dass die Gemeinde nicht für den Bauunterhalt zuständig wäre. Denn das könne man sich bei der derzeitigen Haushaltslage nicht leisten.
Bürgermeister Förtsch erklärte kurz die anderen Varianten: Da wäre der ein Erbbaurechtsvertrag, die Übernahme der Immobilie durch die Gemeinde oder eben keine Krippenplätze zu schaffen. Bei letzterem entstünden der Gemeinde dauerhaft Kosten für Gastkinder in anderen Kindertageseinrichtungen oder für Tagesmütter.
Susanne Grebner, Vorsitzende der SPD/Freie-Bürger-Fraktion erklärte, dass sie es als Pflichtaufgabe sieht, dass die Kommune Krippenplätze zur Verfügung stellt. "Der Kindergarten musste schon Kinder abweisen, weil es keine Krippe gibt. Und wenn die Kinder einmal in einer anderen Einrichtung sind, kommen sie, wenn sie älter sind, auch nicht in den Kindergarten zurück", plädierte sie für den Bau. "Wir sollten also auf jeden Fall bauen, aber nicht beide Gebäude - das des Kindergartens und das der Krippe - übernehmen", sprach auch sie sich für den Vorschlag von Seiten der Gemeindeverwaltung aus. Denn damit wäre sowohl der Gemeinde als auch der Kirche gedient. Sieglinde Eibl (SPD) forderte, dass man dafür kämpfen solle, die bestmöglichste Förderung für die Schaffung der Krippenplätze herauszuholen. "Die Weißenbrunner haben gekämpft und bekommen 90 Prozent Förderung", zog sie als Beispiel heran.
Der Planungsauftrag wurde an das Architektenbüro Schöttner aus Wallenfels vergeben.