"Trotz finanzieller Probleme gelingt es uns immer wieder, die Situation zu meistern und für die Stadt und ihre Stadtteile wichtige Akzente zu setzen", sagte Bürgermeisterin Gabi Weber (CSU) in der Jahresabschluss-Sitzung. Man habe große Projekte abgeschlossen, weitere seien in Arbeit beziehungsweise neu initiiert.

Zusammenfassend seien 2012 die wichtigsten Themen gewesen: der Ausbau der Ortsdurchfahrt Wickendorf, das Vorhaben "In der Heimat wohnen - ein Leben lang", die Windkraftanlagen sowie der Ausbau der Kreisstraße (Kapelle bis Marienroth) mit komplett neuer Asphaltierung eines städtischen Grundstückes. Ein Dauerthema sei die schlechte Finanzlage mit den nicht genehmigungsfähigen Haushalten 2011und 2012.


Ortsdurchfahrt im Bau

Beschlossen wurde der Bau der Ortsdurchfahrt von Wickendorf mit Kosten von rund einer Million Euro, wie Weber erinnerte. Im Mai erfolgten die Auftragsvergabe sowie der Baubeginn. Die Maßnahme wurde zu zwei Dritteln fertiggestellt. "Es ist ein gelungenes Projekt für die Stadt und für die Wickendorfer Bürger", ist sich die Bürgermeisterin bereits jetzt sicher. Das Pilotprojekt mit den 34 LED-Lampen gefalle auch den Wickendorfer Bürgern. Die Baumaßnahme entspreche einer Dorferneuerung, führte sie aus.

Im Oktober sei die Kreisstraße KC 17 von der Kapelle bis nach Marienroth eingeweiht worden. Die Stadt habe zum Ausbau dieser Straße mit beigetragen und zwar bereits für den ersten Bauabschnitt von Marienroth nach Posseck sowie auch heuer beim Abschnitt von der Kapelle bis Marienroth. "Wir haben nun endlich eine neuzeitliche Straße mit mehr Sicherheit und einer Verkürzung des Weges nach Kronach", freute sich die Bürgermeisterin. Jetzt fehle nur noch der Abschnitt von Posseck bis Steinberg.


Ein Vorzeigemodell

Sehr erfolgreich verlaufe das "In der Heimat wohnen - ein Leben lang". Im Oktober konnte man laut Weber den Gemeinschaftsraum einweihen. "Das Projekt findet bundesweite Beachtung und wird bei Fachvorträgen und Seminaren als Vorzeigemodell erwähnt", sagte sie.

Beschäftigt habe man sich im Jahr 2012 auch mit den im Regionalplan Oberfranken-West vorgesehenen Windkraftanlagen zwischen Teuschnitz, Reichenbach und Haßlach. In einer gemeinsamen Sitzung im Juli hätten sich der Stadtrat Teuschnitz und der Gemeinderat Reichenbach gegen Windkraftanlagen in den Ortsbereichen ausgesprochen.

Stolz ist die Bürgermeisterin darauf, dass Teuschnitz seinen Familien eine optimale Betreuung biete. "Wir würden noch viel mehr machen, wenn wir finanziell dazu in der Lage wären", verdeutlichte sie.


Arbeitsintensives Jahr 2013

In ihrem Ausblick war sich Gabi Weber sicher, dass 2013 genauso arbeitsintensiv und - im Hinblick auf die Bundes- und Landtagswahl - wichtig für Teuschnitz wird. Dabei gehe es vor allem um den Abschluss des Ausbaus der Ortsdurchfahrt Wickendorf, die Einleitung von Straßenausbau-Maßnahmen im Stadtteil Haßlach, die Fertigstellung des Gebäudes "In der Heimat wohnen - ein Leben lang", verbunden mit der weiteren Umsetzung des Projektes, die Weichenstellung für die Arnikastadt Teuschnitz mit dem Bau eines Kräutergartens und eines naturkundlichen Zentrums sowie die Fortsetzung der Verhandlungen mit den Ministerien zur Sicherung der finanziellen Situation der Stadt.