Unter dem Vorsitz des Zweiten Bürgermeisters Jürgen Kern - Hans-Peter Laschka war erkrankt - traf sich der Marktgemeinderat zu seiner letzten öffentlichen Sitzung in diesem Jahr im Sitzungssaal des Rathauses. Eröffnet wurde diese mit Bürgerfragen, wobei Friedrich Bürger wissen wollte, wie es mit der "Fischerbrache" in der Coburger Straße weitergehe. Hierzu teilte Kern mit, dass die Planungen des Ingenieurbüros C 23 laufen und diese im Marktgemeinderat weiter behandelt werden, sobald sie vorliegen. Bürger wollte auch Auskunft, was mit dem alten "Zapfenhaus" passieren soll. Für dieses, so Jürgen Kern, gibt es Kaufinteressenten, die jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden wollen.

Zur Anfrage bezüglich der Wohnsituation der Asylbewerber informierte Marktgemeinderätin Edith Memmel, dass die Thüringer Str. 2 zum Jahresende aufgelöst wird. Bis auf eine Familie haben demnach alle bisherigen Bewohner im Landkreis eine Wohnung gefunden. Der noch nicht versorgten Familie habe man drei Angebote gemacht, die sie aber alle abgelehnt habe.

Wie der Zweite Bürgermeister dazu ausführte, findet im Januar eine Bauausschusssitzung statt, in der beraten werde, wie zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden kann, damit die Asylbewerber, die z. B. in Mitwitz eine Lehrstelle haben, wieder zurück nach Mitwitz kommen können.

Gerhard Frank war der Auffassung, dass der Verkehrslärm durch die neue Ortsdurchfahrt zugenommen hat. Das sollte die Gemeinde überprüfen lassen, da sich seiner Meinung nach durch die Baumaßnahme der Schall anders ausbreitet wie vorher.


Staus und Motorengeräusch

Weiter bemängelte Frank die beiden Bushaltestellen direkt vor seinem Haus. Die Busfahrer würden teilweise minutenlang die Motoren laufen lassen. auch bildeten sich lange Staus, wenn zwei Busse an den gegenüberliegenden Haltestellen gleichzeitig halten. Als Anwohner bekomme er deswegen den ganzen Lärm und die Umweltbelastung zu spüren. Man sollte deshalb eventuell die Bushaltestellen versetzen. Außerdem schlug er vor, eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen zu lassen.

Marktgemeinderat Jens Schultheis bemängelte das defekte Geländer an der Brücke zur Aumühle. Sollte sich jemand anlehnen, könnte es jederzeit brechen, da es ziemlich baufällig sei. Laut Kern hat die Gemeinde keinen Einfluss, da es sich um Privateigentum handle.

Wie er informierte, schließt die jetzige Postfiliale in der Von-Würtzburg-Straße zum 31. März 2017. Es werde aber eine neue Postfiliale in der ehemaligen "Oberen Buchhandlung" bei Andrea Braunersreuther errichtet, die von Theresa Friedrich betrieben wird.

Was den Trassenverlauf neuer Hochstromleitungen angeht, so Kern, sollte die Gemeinde zwar die Planungen abwarten. Allerdings dürfe man die Entwicklung nicht aus den Augen verlieren. Sollte das Gemeindegebiet betroffen sein, so der Zweiter Bürgermeister, habe man die Möglichkeit, mit Nachbargemeinden eine Petition zu starten.