Nachdem in den vergangenen Jahren kein großer Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen zu verzeichnen war, jedoch ab 1. August 2013 ein Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder ab einem Jahr besteht, wurde eine Ausschreibung an alle in Frage kommenden Eltern vorgenommen und von den zwölf Angeschriebenen wurde bereits von acht Familien Bedarf angemeldet.

Deshalb wurde zusammen mit dem Kindergarten, dessen Träger die katholische Kirche is,t und dem Landratsamt ein Vorschlag ausgearbeitet. Es soll eine reine Kindergartengruppe geben und daneben eine gemischte Gruppe, in die die Krippenplätze integriert werden. Dies bewirkt eine Kostenminimierung beim Anbau der erforderlichen Räumlichkeiten.

Genügend Personal

"Wir wissen, dass in den nächsten Jahren weniger Kinder in den Kindergarten kommen, wenn wir unsere Geburtsstatistik anschauen. Deshalb wäre es verfehlt, zu unserem zweigruppigen Kindergarten noch eine zusätzliche Krippengruppe anzubauen. Es wäre erstens ein finanzieller Aufwand und zweitens steht später eventuell eine Gruppe leer wegen zu wenig Kinder", erklärte Bürgermeister Josef Daum (CSU) bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Auf die Frage von Kevin Wunder (FW), ob das Personal ausreiche und auch die entsprechenden Qualifikationen habe, konnte Markus Pötzl (CSU) Auskunft geben. Die Qualifikation sei vorhanden und da ab Januar das Betreuungsverhältnis, das zurzeit 1:11,5 ist, das heißt eine Erzieherin für 11,5 Kinder, auf 1:11 geändert wird, steht auch genügend Personal zur Verfügung. Derzeit sind 43 Kinder im Kindergarten in zwei Gruppen untergebracht. Bürgermeister Josef Daum schlug vor, zehn Betreuungsplätze auszuweisen, die auch beim Zuschussantrag nachgewiesen werden können.

Bausumme ist niedriger

Bei einer gemischten Gruppe wäre auch die Bausumme viel niedriger, da nicht so viel angebaut werden muss. Die Bezuschussung richtet sich nach dem Bedarf und wird voraussichtlich 80 Prozent betragen. Es muss allerdings heuer bis 31. Dezember beantragt werden, um diese Förderung zu erhalten.