Dass dem Bürgermeister Peter Ebertsch (Bündnis für Tettau) an einer guten, konstruktiven Zusammenarbeit gelegen ist, wurde am Montagabend bei der konstituierenden Sitzung deutlich. Es gab, ohne dass ein Wort gefallen war, schon von Anfang an ein Symbol, das einen Außenstehenden überraschte. Dabei geht es um die Sitzordnung. Während die bisherigen Marktgemeinderäte ihre angestammten Sitzplätze behalten, wurden die freigewordenen Plätze durch die neuen Marktgemeinderäte aufgefüllt. Es gibt also nun keine Blockbildung mehr, schließlich, so Ebertsch "sind wir eine Einheit!"

Auch die Wahlen der stellvertretenden Bürgermeister verliefen ohne Diskussionen. So wurde das dienstälteste Gemeinderatsmitglied Falk Wick (BfT/CSU) auf Vorschlag vom Helmut Neubauer (BfT/CSU) mit drei Gegenstimmen zum zweiten Bürgermeister gewählt.

Das Gremium folgte auch mit einer Gegenstimme dem Vorschlag von Peter Ebertsch, nämlich den dritten Bürgermeister wieder zu besetzen. Der Bürgermeister schlug Dietmar Schmidt (SPD) vor: "Ich möchte wieder den dritten Bürgermeisterposten besetzen und diesen der SPD Fraktion anbieten, als Zeichen für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit und Zukunft zum Wohle unserer Bürger und unserer Marktgemeinde!" Weiter würdigte Ebertsch die Arbeit von Dietmar Schmidt, der vor allem in Zeiten der Vakanz die Gemeinde in seiner Funktion als zweiter Bürgermeister hervorragend geführt habe. Schmidt wurde mit 13:1 Stimmen (eine ungültig) gewählt.

Schnittmengen festgestellt

Zuvor sprach Ebertsch davon, dass er schon während des Wahlkampfes festgestellt habe, dass es Schnittmengen bezüglich der Ziele und Vorstellungen zwischen den einzelnen Gruppierungen gibt. Bezüglich der künftigen Arbeit meinte er, dass es nicht wichtig sei, wer als erster einen guten Vorschlag mache.

Wichtig sei es, die vielfältigen Talente, Ideen und Fähigkeiten zu bündeln und eine intensive, sachliche Kommunikation zu pflegen. Auseinandersetzungen und Diskussion gehören dazu, am Ende müsse jedoch das beste Ergebnis für den Markt herauskommen. Ebertsch betonte, dass er auf die Mitarbeiter seiner Gemeinderäte und auf die Unterstützung seiner Vereine und Bürger angewiesen sei. Er bat zudem um Verständnis, dass er nicht alles Wünschenswerte realisieren könne.

Unter Punkt "Sonstiges" stimmte das Gremium einstimmig die Ersatzbeschaffung eines Rasenmähertraktors für den Bauhof in Höhe von 10.900 Euro zu.