Sie haben bei einer guten Fee drei Wünsche für ihre Gemeinde frei. Welche?
Als Erstes sollte die gute Fee für eine auskömmliche Finanzausstattung des Marktes Pressig sorgen, sodass genug Mittel nicht nur für Pflichtaufgaben und zum Erhalt der notwendigen Infrastruktur, sondern auch für Gestaltungsmaßnahmen vorhanden sind. Die gute Fee möge auch immer für genügend Arbeitsplätze sorgen und zwar auf jeder Qualifikationsebene. Schließlich möge die Fee die Bedingungen für Hausärzte wieder so attraktiv machen, dass junge Mediziner wieder gerne eine Allgemeinarztpraxis übernehmen, sodass eine ärztliche Versorgung auch in den ländlichen Gemeinden dauerhaft sichergestellt ist.

Was ist schlecht an Ihrer Gemeinde?
Die Finanzlage des Marktes Pressig ist sehr angespannt, sodass die Pflichtaufgaben gerade so erfüllt werden können und nur wenig Spielraum für wünschenswerte gestalterische Maßnahmen im Gemeindegebiet bleibt. Die Folgen der knappen Haushaltsmittel sind erkennbar am schlechten Zustand der Gemeindestraßen.

Was gefällt Ihnen an Pressig und seinen Ortsteilen?/Worauf sind Sie stolz?
In den zehn Ortsteilen werden sowohl Traditionen als auch ein modernes Leben gepflegt. In Pressig können wir nicht nur wohnen, sondern auch arbeiten und uns erholen. Neben günstigem Bauland und Mietpreisen, finden wir zahlreiche Arbeitsplätze und eine intakte Natur direkt vor unserer Haustür. Unsere Marktgemeinde bietet vieles für Jung und Alt. Pressig hat auf kurzen Wegen alles Wichtige, was man zum täglichen Leben braucht. In Pressig gibt es ein breit gefächertes Sport- und Freizeitangebot, das durch eine große Vereinsvielfalt erweitert wird. Unsere "Edelsteine" sind die kleinen und großen Feste im Laufe des Jahres. Stolz bin ich auf das neue ASB-Seniorenzentrum.

Wie soll Pressig im Jahr 2020 ausschauen?
Sowohl die Ortsumgehung Pressig-Rothenkirchen als auch der Ausbau der Staatsstraße 2201 sind abgeschlossen. Die Dorferneuerung Friedersdorf und die Ortskernsanierung Rothenkirchen sind abgeschlossen. Der Schulstandort Pressig ist gesichert und um weitere Angebote erweitert. Das ehrenamtliche Engagement der Bürger trägt das gesellschaftliche Leben weiter auf hohem Niveau.

Warum sollen die Bürger Sie wählen?/Warum wollen Sie Bürgermeister werden?
Ich denke, ich habe in den letzten Jahren gezeigt, dass für mich die Interessen unserer Bürger im Mittelpunkt stehen und Partei- oder andere Gruppenzugehörigkeiten keine Rolle spielen. Ich habe vieles umgesetzt oder auf den Weg gebracht, was ich vor der letzten Wahl angehen wollte. Bürgermeister werden will ich wieder, weil es noch vieles anzupacken gilt. Ich denke, für die kommenden Aufgaben bin ich der Richtige.

Was würden Sie als Erstes machen, wenn Sie ins Rathaus einziehen?
Da ich ja schon da bin als Bürgermeister, würde ich die Arbeit an den anstehenden Projekten fortsetzen. ci


Hans Pietz privat


Wenn ich nach einem langen Arbeitstag nach Hause komme, freue ich mich auf die Entspannung beim gemeinsamen Abendessen.
Den Abend schließe ich meist mit Lesen ab.

Vorbild Ein generelles Vorbild habe ich nicht, allerdings ist mir mein leider bereits verstorbener Vater in vielen Dingen ein Vorbild.

Hobbys Kochen, Lesen, Musik- hören, Motorradfahren, Skifahren
Lieblingsessen Leider gibt es viel zu viel, was mir schmeckt - und das sieht man mir bedauerlicherweise
auch an.

Ich lache über spontane Scherze und schlagfertige Antworten.

Meine Stärke Bürgerorientiertes Handeln und Gestaltungswille

Meine Schwäche Ich achte zu wenig auf eine gesunde Lebensweise.
Mir platzt der Kragen nur sehr selten bei wiederholten falschen Behauptungen

Ich habe kein Verständnis für Falschheit und die Einstellung, der Zweck würde die Mittel heiligen.

Familienstand Verheiratet, drei Kinder

Alter 56 Jahre

Beruf Mein bisheriger Beruf ist Bürgermeister. Davor war ich bei der Deutschen Bahn.