Zusammen mit seiner Bürgermeisterkollegin Gabriele Weber (CSU) aus Teuschnitz hatte er als Vertreter des Kreisverbands des Bayerischen Gemeindetags Anfang kurzfristig die Möglichkeit, die Lage der Kommunen im Frankenwald zu schildern. Dabei kündigte der Staatsminister eine Aufstockung der Konsolidierungsmittel im Bayerischen Haushalt an. Jedoch erst wenn im Sommer die Mittelvergabe feststehe, könnten weitere Planungen für etwaige Vorhaben erfolgen, so Daum.


Schwerpunktthemen "Wasser" und "Abwasser"


In weiteren Gesprächen mit den Fachbehörden wurden die nächsten Schritte für zwei andere gemeindliche Schwerpunktthemen erörtert. Dabei ging es um die Sanierung der Abwasseranlagen mit dem vorgeschriebenen Regenüberlaufbecken und die Wiederinbetriebnahme der gemeindlichen Quellen für die Wasserversorgung. Dass es bis zum Wiederanschluss noch ein steiniger Weg wird, verschwieg der Bürgermeister nicht. Karl Roth und Otmar Adler kritisierten die hohen Wasserverluste im Ortsnetz, die nach ihrer Meinung auf mangelnde Wartung zurückzuführen sind. Zur konstruktiven Zusammenarbeit in diesen Bereichen rief Horst Wolf auf.

Einen großen Dank für die gelungene Renovierung des Schulgebäudes richtete Schulleiter Hartmut Fleischmann an die Gemeinde. "Wir haben praktisch eine neue Schule bekommen", sagte er erfreut. Dies soll nach derzeitigem Stand die Grundschule in Nordhalben für die kommenden Jahre sichern. Der Bürgermeister ging auch auf die gute Zusammenarbeit im Oberen Rodachtal im Bildungssektor ein.

Engere Zusammenarbeit

Für eine erforderliche, noch engere kommunale Kooperation zwischen den drei beteiligten Gemeinden wurden die Weichen mit der Beauftragung eines Stadtumbau-Managements im Rahmen des Interkommunalen Entwicklungskonzepts getroffen. Die Vertreterin des dafür engagierten Büros Planwerk aus Nürnberg, Lea Gühlich, stellte sich und das Vorhaben den Nordhalbenern vor. In zwei Veranstaltungen am 15. Februar (Nordhalben) und 14. März (Steinwiesen, für alle drei Kommunen) sollen die einzelnen Maßnahmen der Bevölkerung nahe gebracht werden. Schwerpunkte sind unter anderem die weitere gemeinsame Entwicklung, das Leerstandsmanagement, aber auch der Tourismus. Problematisch wird die Windkraftnutzung. Auf Nordhalbener Gebiet wird es voraussichtlich keinen Standort geben.

Helmut Büttner sprach das marode Gebäude in der Roseninsel an, für dessen Beseitigung es nach Auskunft des Bürgermeisters keine rechtliche Handhabe gibt.


Bilanz gezogen


Josef Daum blickte auf die vergangenen drei Jahre zurück und dankte seinem Stellvertreter Michael Wunder (CSU) für die gute Vertretung in seiner langen Krankheitszeit. Viele erfolgreiche Projekte, die zum Teil gemeinsam mit Bürgerschaft und der Initiative NohA auf verschiedenen Ebenen verwirklicht worden seien, stünden zu Buche. Die Schließung des größten Arbeitgebers im Ort, der Firma Polytec/Boshuko sei der Negativpunkt gewesen. Mit dem ersten Nahwärmenetz und der Wiedereröffnung des Nordwald-Marktes seien zwei wichtige Bürgerprojekte realisiert worden.


Ehrungen für Sportler


Bei der Ehrung verdienter und erfolgreicher Gemeindebürger im Zuge der Bürgerversammlung standen einmal mehr die Tischtennis-Sportler des FC Nordhalben im Mittelpunkt. Reiner Kürschner, Rolf Eberhardt, Friedel Tomaschko, Günter Fuhrmann, Gerhard Wachter, René Ackermann, Hans-Peter Pötzinger, Anita Beetz und Gisela Hable fuhren zahlreiche Titel ein, wofür sie nun auch von ihrer Gemeinde Anerkennung ernteten.

Die Bürger-Ehrennadel in Bronze erhielt Eva-Maria Wachter für langjähre Führungsarbeit im Vereinswesen und im sonstigen Ehrenamt.