Große Investitionen kommen in den kommenden Jahren auf den Abwasserverband Kronach-Süd zu. Das wurde bei der Verabschiedung des Haushalts 2015 am Mittwochabend deutlich.

Stefan Ströhlein vom Ingenieurbüro Schneider und Partner aus Kronach stellte den Verbandsräten per Power-Point-Präsentation einen Master-Plan vor. Darin sind in der mittelfristigen Finanzplanung Zukunftsprojekte für mehrere Millionen Euro enthalten.


Teure Fremdwassersanierung


Rund 1,3 Millionen Euro wird danach allein die Sanierung des Kanalnetzes verschlingen. Ziel ist es, bis 2019 möglichst viel Fremdwasser aus den Kanälen herauszubringen. In Einrichtungen der Eigenüberwachung, also in die Mess- und Steuerungstechnik, fließen rund 150 000 Euro.

Weitere rund 1,3 Millionen Euro sind für mehrere Sanierungs- oder Erneuerungsprojekte veranschlagt. Betroffen sind unter anderem die Anlage zur Schlammentwässerung (300 000 Euro), die Erneuerung der SPS-Schaltanlage (200 000 Euro), der Austausch von Regenwetterpumpen und Leitungen (200 000 Euro) sowie der Austausch des Sandfangs und des Rechens (260 000 Euro).


Schulden steigen


Verbandsvorsitzender Herbert Schneider wies darauf hin, dass aufgrund der geplanten Investitionen im laufenden Jahr der Schuldenstand von 744 000 Euro auf etwa 1,531 Millionen Euro ansteigen wird.

Berücksichtigt seien dabei bereits die Kreditaufnahme von 820 000 Euro sowie die ordentlichen Tilgungen.
Von den Verbandsräten gab es ein einstimmiges Votum für die Haushaltssatzung 2015. Sie hat ein Gesamtvolumen von 1,994 Millionen Euro, das sind rund 400 000 Euro oder 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Größte Aufwandspositionen sind die Personalkosten für die Bewirtschaftung und den Betrieb der gesamten Anlage.


Kläranlage wird ausgebaut


Die Ausgaben verteilen sich mit 396 100 Euro auf die Sammler- und Sonderbauwerke und mit 568 100 Euro auf die Kläranlage. Für die Sanierung der Sammler wurden im Vermögenshauhalt 464 000 Euro bereitgestellt.
Für den Um- und Ausbau der Kläranlage sind 420 000 Euro eingeplant, die insbesondere für die Erneuerung der Räumerlaufbahn am Nachklärbecken und die Sanierung der Schlammtrocknungsanlage vorgesehen sind.

Die Betriebskosten- und die Investitionskostenumlagen bezifferte Schneider auf 470 536 Euro für Küps, 229 680 Euro für Weißenbrunn und 123 434 Eurofür die Stadt Kronach. Der Verbandsvorsitzende informierte, dass im Rahmen der technischen Gewässeraufsicht keine Mängel festgestellt wurden. Dies habe das Wasserwirtschaftsamt mitgeteilt.


Stomlieferung ein Thema


Das Gremium beauftragte die Verwaltung, mit der Kommunalberatungsgesellschaft Kubus einen Dienstleistungsvertrag über die Vorbereitung und Durchführung von Bündelausschreibungen für die Lieferung von elektrischer Energie abzuschließen.