Eindrucksvoll eröffnete der Musikverein Schauberg seine Festlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen. Das Jubiläumskonzert lockte zahlreiche Besucher an. Ein Rückblick auf die 150 Jahre standen an diesem Festtag ebenso auf dem Programm, wie die Ehrung zahlreicher aktiver Musikerinnen und Musiker sowie Würdigung passiver Mitglieder.

Musikalisch eröffnete der Musikverein Schauberg unter der Leitung von Hans Becker den Abend. Die erste Vorsitzende Maren Kalb konnte zahlreiche Gäste, insbesondere die Vertreter des NBMB, willkommen heißen. Wolfgang Müller, Kreisvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes im Landkreis Kronach, schlug einen Bogen in das Jahr 1821, als in Schauberg die Besitzer der hiesigen Porzellanfabrik dem Lehrer den Auftrag gaben, "die Lehrburschen in Musik zu unterweisen". Dass 1864 ein Musikverein gegründet wurde, sei ein Segen Gottes für die Bürgerinnen und Bürger bis in das Jetzt. Er bezeichnete es für den Schauberger Musikverein als ehrenvolle Aufgabe, eines von drei Musikfesten im Landkreis Kronach durchzuführen. "Ca. 15 Prozent der Einwohner Schaubergs sind Musiker, hier ist die musikalische Welt in Ordnung", so Müller.

Bürgermeister Peter Ebertsch lobte den Zusammenhalt und das Vereinsleben am ehemaligen eisernen Vorhang. Pfarrerin Karin Wachter stellte fest: "Musik liegt in der Luft!" Für Festeund Gottesdienste habe die Musik gute Nebenwirkungen, sie mache froh und habe eine heilende Wirkung.

Dietmar Schmidt (Patenverein Tettau), Bernd Heinert (Schauberger Vereine) und Guido Rösler überbrachten ihre Glückwünsche, wobei Rösler feststellte, dass die Vereine in Schauberg mit allen Schaubergern gern feierten, was 2012 zur 300-Jahrfeier eindrucksvoll bewiesen wurde. Festausschussvorsitzender Hubert Steiner zeigte die Geschichte des Vereins auf, die mit Bildern und Musik des Musikvereins Schauberg hinterlegt war. Gänsehaut lief einen über den Rücken, als er an den Mauerfall erinnerte und der Musikverein zur Erinnerung an das Jahr die Nationalhymne speilte, zu der alle Besucher aufstanden und mit einstimmten.

In Auszügen aus der Chronik berichtete Steiner weiter über zahlreiche mit dem Musikverein verbundene und beteiligte Familien, über leidvolle zeiten und den Idealismus, mit dem musziert wurde, er erinnerte aber auch an das 100-jährige Jubiläum, zu dem Quelle-Gründer Gustav Schickedanz zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Diesem war erstmals eine einheitliche Kleidung zu verdanken.

Zahlreiche verdiente Akteure, Förderer und Mitglieder des Vereins wurden an diesem Abend geehrt. In die aktive Kapelle wurden Laura Steiner und Marvin Kröller per Handschlag und mit einer Nadel durch die erste Vorsitzende Maren Kalb und Wolfgang Müller aufgenommen. Folgende aktive Musikerinnen und Musiker wurden ausgezeichnet: 10 Jahre: Gerhard Langer; 20 Jahre: Maren Kalb (Urkunde); 30 Jahre: Torsten Steiner, Melanie Porzelt (Ehrennadel in Gold und Urkunde), Klaus Kühnlenz (vereinsintern für 30 Jahre, da er auch anderweitig schon länger aktiv ist); 40 Jahre: Frank Hofmann und Pia Luthardt (Ehrennadel in Gold und Urkunde), 50 Jahre: Antje Steiner und Hans Becker (Ehrennadel in Gold und Urkunde); Ortrud Kalb (Kassiererin) und Sigrid Ermer (Schriftführerin) für ihr jeweils 10-jähriges Engagement in ihrer Tätigkeit (Urkunde).

Maren Kalb zeichnete eine Vielzahl von Mitgliedern aus, die seit Jahren dem Verein treu zur Seite stehen: 25 Jahre: Jennifer Hofmann, Tina Steiner, Wolfgang Wernitz, Ingrid Wolf, Adelbert Wolf, Stefan Wolf; 30 Jahre: Lotte Achilles, Rolf Achilles, Anneliese Becker, Petra Steiner; 40 Jahre: Carmen Bayer, Uwe Kappe, Dietmar Schrottner; 50 Jahre: Werner Steiner, Hubert Steiner.

Das Festwochenende findet vom 1. bis 3. August statt. Es wird eröffnet mit Serenade und Bieranstich. Am Samstag stellen Tom Sauer und die Kids vom Ring das Festzelt auf den Kopf. Der Festsonntag startet mit einem ökumenischen Gottesdienst, dem sich ein Frühschoppen mit der "Bochbicher Gaudimusik" anschließen wird. Nach dem Standkonzert marschiert man sternförmig zum Festplatz zum Gemeinschaftschor. red