Mit der Übergabe des neuen Tragkraftspritzenfahrzeug ist für die Feuerwehr Kaltenbrunn ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Das verdeutlichte der örtliche Kommandant Christian Hempfling bei der kleinen Feierstunde im Mitwitzer Ortsteil.

Da das alte Fahrzeug Baujahr 1989 die ersten zehn Jahre im feuchten und kalten Feuerwehrhaus oder in einer Garage untergebracht war, habe sich Rost an tragenden Teilen sowie an der Karosserie gebildet, so Hempfling. Die Aktiven hätten mehrmals Bleche eingeschweißt und nachlackiert.


Rost und technische Mängel


"In den folgenden Jahren traten auch im neuen Gerätehaus aufgrund der Vorschäden weitere massive Durchrostungen sowie technische Mängel auf. Deshalb war absehbar, dass das Fahrzeug in Kürze nicht mehr einsatzfähig sein wird", fuhr der Kommandant fort.

Deshalb habe man bereits 2012 einen Antrag auf Ersatzbeschaffung gestellt. Bis 2017 seien noch weitere "Notreparaturen" durchgeführt, um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr Kaltenbrunn beizubehalten, verdeutlichte Christian Hempfling. 2015 habe der Marktgemeinderat grünes Licht gegeben.

Der Dank des Kommandanten galt dem Gemeinderat mit Bürgermeister Hans-Peter Laschka an der Spitze. Das neue Auto koste 92 000 Euro, die Kommune übernehme rund 56 000 Euro. "Das zeigt die Wertschätzung für unsere 35 Aktiven, die einen hohen Stellenwert im Brandschutzkonzept der Marktgemeinde Mitwitz einnehmen."


Mit Sonderausstattung


Hempflings Dank galt aber auch dem Feuerwehrverein, der 20 000 Euro zum Kauf des Wunschfahrzeugs beisteuerte. Dadurch sei es auch möglich gewesen, einige Sonderausstattungen anzuschaffen. So habe man einen Schlauchschacht für die schnelle Verlegung von langen Schlauchstrecken im Heck montiert, eine Heckabsicherung installiert und einen kleinen Lichtmast angebracht. Zudem ist das Fahrzeug mit einem kleinen Wechselladesystem ausgestattet, das eine flexible Beladung je nach Einsatzlage erlaubt. Die Feuerwehr Kaltenbrunn sei nun bestens ausgerüstet und technisch auf dem neuesten Stand, freute sich Christian Hempfling.

Im Namen der Marktgemeinde beglückwünschte Bürgermeister Hans-Peter Laschka Kaltenbrunn zu ihrem neuen Fahrzeug, "das ein maßgeblicher Faktor für die Aufgabenerfüllung der Wehr ist". Auch er würdigte das außergewöhnliche finanzielle Engagement des Feuerwehrvereins sowie den selbstlosen ehrenamtlichen Dienst der Aktiven und der Führungskräfte. Laschka erwähnte noch, dass der Freistaat Bayern die Anschaffung mit 24 200 Euro bezuschusste. Dann übergab er das neue Fahrzeug an die Aktiven.


Unverzichtbares Glied


Dass auch der Landkreis Kronach stolz auf seine Feuerwehren ist, unterstrich stellvertretender Landrat Gerhard Wunder. Jede Wehr, egal ob groß oder klein, sei ein unverzichtbares Glied in der Rettungskette.

Den Lobesworten schloss sich Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger an. Das finanzielle Engagement von Marktgemeinde und Feuerwehrverein verdienten Anerkennung.

Vorsitzender Helmut Nentwich betonte, dasa die finanzielle Unterstützung des Feuerwehrvereins gut angelegtes Geld sei. Oberstes Ziel des Vereins sei, zusammen mit der Gemeinde für eine möglichst optimale Ausrüstung und Ausstattung der Wehr zu sorgen. Er dankte abschließend allen, die hierzu ihren Beitrag und Einsatz geleistet haben.

Lektor Siegfried Stauch von der evangelischen Kirchengemeinde und Diakon Diethard Nemmert von der katholischen Schlosskuratie Mitwitz stellten das neue Fahrzeug und die darin fahrenden Aktiven unter den Schutz und Segen Gottes.