Es gibt immer weniger Imker und damit auch weniger Bienen, resümiert Peter Schumann vom Imkerverein Itzgrund die momentane Lage. Einer nach dem Anderen müsse das Hobby aus Altersgründen aufgeben.
Für den Naturhaushalt sei das wiederum, wegen fehlender Befruchtung der Wild- und Nutzpflanzen, sehr problematisch.

Lorenz Bauer, ältestes Mitglied des Imkervereins, kam schließlich auf die vielversprechende Idee: "In der Jugendgruppe Bund Naturschutz Untersiemau gibt es doch genügend naturinteressierte junge Leute, die könnten wir ansprechen und zu einem Probe-Imkern einladen."

Gemeinsam für den Bienenschutz

Bei den Naturschützern stieß der Vorschlag auf offene Ohren. Eine gemeinsame Veranstaltung wurde organisiert. Und so kam es, dass sich vergangenen Samstag, insgesamt zwölf interessierte Jugendliche und Erwachsene am Immenplatz an der Buchleiten in Untersiemau einfanden.

Vier erfahrene Imkern erklärten den Neulingen am offenen Bienenstock die Lebensweise der Bienen und worauf es bei der Bienenhaltung ankommt. Bei dieser Veranstaltung sollte vor allem das Interesse geweckt werden, sich selbst weiter mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Möglicherweise habe so der eine oder andere Teilnehmer Lust bekommen, selbst Bienen zu halten. Neben dem Honig, den man dann ernten könne, wäre dies auch ein Dienst für den Naturschutz. Auf die Bestäugung durch die Bienen könne die Natur nicht verzichten.

In der abschließenden Gesprächsrunde konnte jeder seine Eindrücke schildern. Vier Jugendliche und zwei Erwachsene möchten weiter mit Bienen arbeiten. Gemeinsam soll nun in einem Bienenhaus gearbeitet werden. Dazu soll erfragt werden, ob das im Untersiemauer Schlosspark vorhandene Bienenhaus nutzbar wäre.

Der Imkerverein würde Paten zur Einführung in die Bienenhaltung stellen, so Peter Schumann vom Imkerverein.
Die Arbeit im Kollektiv berge durchaus einige Vorteile: So könne man beispielsweise voneinander lernen, sich bei Abwesenheit gegenseitig vertreten oder bei schwierigen Arbeiten gegenseitig unterstützten. Abschließend erhielten alle Probe-Imker ein Glas frisch geschleuderten Honig.