Traditionell bildete das von allen Mitwirkenden und Kirchenbesuchern gemeinsam angestimmte "Stille Nacht, heilige Nacht" den ergreifenden Abschluss des Weihnachtskonzerts in der Pfarrkirche St. Ägidius Lahm. Gut eine Stunde lang erfreuten sich die Gäste am stimmungsvollen Programm, bestehend aus weihnachtlichen Weisen und Klassikern bis hin zu modernen Hits. Dafür gab es nicht enden wollenden Applaus - und das vollkommen zu recht.


Direkt ins Herz getroffen

Die Musikgruppen des Musikvereins Hesselbach, die "Bläserklasse Kronachtal" sowie Marcel Schuberth an der Konzertgitarre trafen auf offene Augen und Herzen. Im Programm, das mit dem fulminanten Stück "New Festival Music" begann, reihte sich Höhepunkt an Höhepunkt. Auf berührende Weise brachten die Hesselbacher Musikanten das weltbekannte "Hallelujah" aus Händels Oratorium "Der Messias" in einem neuen Arrangement für Blasorchester ebenso zu Gehör wie "Canto Ambrosiano", in dem Alfred Bösendorfer das berühmte ökumenische Kirchenlied "Großer Gott wir loben dich" verarbeitet. Das feierliche Werk wird durch Pauken und Blechbläser eröffnet, bevor schließlich die würdevolle Choralmelodie in ihrer Erhabenheit erstrahlt.

Rockig-modern kam der mitreißende Lobpreis "Jesus, berühre mich" vom katholischen Liedermacher und Musikproduzenten Albert Frey daher, während die Ballade "Bella Romantica" tief unter die Haut ging. Ein musikalisches Glanzlicht war die von den Musikern ergreifend dargebotene Arie "Nessun dorma" aus der Oper "Turandot".

Die Holzbläser des Musikvereins begeisterten mit dem irischen Volkslied "Londonderry Air" nach einem Arrangement von Frank Stadelmann, während die Blechbläser sowohl "Frosty the Snowman" als auch dem rotnasigen Rentier Rudolph zu musikalischen Ehren verhalfen und damit unwillkürlich ein Lächeln auf die Lippen des Publikums zauberten.


Nachwuchs überzeugt

Das gilt auch für den Auftritt der "Bläserklasse Kronachtal", einer Kooperation der Musikvereine Hesselbach, Wilhelmsthal, Steinberg und Effelter. Die Nachwuchstalente hatten nun auch beim Weihnachtskonzert ihren großen Auftritt. Sie machten ihre Sache hervorragend.

Das Publikum war beeindruckt: Selbstbewusst und scheinbar fast gänzlich ohne Lampenfieber zeigten die jungen Instrumentalisten, was sie in rund einem Jahr gemeinsamen Musizierens gelernt haben. In herzerfrischender Art und Weise stimmten sie die weihnachtlichen Klänge "Das junge Weihnachtskonzert", "Feliz Navidad" sowie "Jingle Bells" an.

Eine große Bereicherung stellten auch die Beiträge des jungen Gitarristen Marcel Schuberth dar, der die Besucher mit der Klarheit und Tiefgründigkeit des Klangs angezupfter Saiten verzauberte.

Der Hesselbacher ist Schüler der Sing- und Musikschule Kronach und war schon auf verschiedenen Ebenen Sieger beim Wettbewerb "Jugend musiziert". Mit "Signe" von Eric Clapton sowie "Bourrée" des Altmeisters Johann Sebastian Bach hatte sich der junge Saitenvirtuose Einiges vorgenommen - und er übertraf die hohen Erwartungen noch.


Gemeinsamer Ausklang

Durch das stimmungsvolle Programm führte erneut in charmanter Art und Weise Lena Eidloth. Der Vorsitzende des Musikvereins Hesselbach, Ralf Welsch, dankte besonders Dirigent Georg Schönmüller. Anschließend waren Konzertbesucher und Mitwirkenden zum gemütlichen Beisammensein eingeladen.