Hierzu zählen - nach Meinung der Verantwortlichen - insbesondere der ungebremst hohe Flächenverbrauch für Straßen- und Siedlungsbau sowie der Klimawandel.
Kreisvorsitzende Elisabeth Hoffmann erinnerte an die Anfänge der Kreisgruppe, die am 24. September 1974 im Waldhotel Bächlein von einer "kleinen, aber hochengagierten Anzahl naturbegeisterter Menschen" - mit Hilfe von Hubert Weiger - gegründet wurde. "Ihrer Basisarbeit haben wir es zu verdanken, dass wir heute rund 700 Mitglieder haben", lobte Hoffmann.
Die Anfangsjahre - unter Vorsitz des mittlerweile verstorbenen Philipp Heinlein seien turbulent gewesen und geprägt von Aufbauarbeit und Mitgliederwerbung. Die ersten Biotope wurden erworben, Hecken angelegt. Von 1983 bis 1987 wurde die Kreisgruppe von Helmut Detsch geleitet. Damals sei das Waldsterben aktuell gewesen, das in vielen Veranstaltungen thematisiert wurde.
Als Eleonore "Hella" Krist den Vorsitz innehatte, wurden zahlreiche Biotoppflanzungen von Zivildienstleistenden durchgeführt. Heute unterhält die Kronacher Kreisgruppe 38 Hektar Flächen unterschiedlichster Art, auf 2,5 Hektar wird Weiderindhaltung betrieben. 20 Jahre stand Uwe Längenfelder der Kreisgruppe vor. Unter seiner Leitung wurde insbesondere die Umweltbildung gepflegt. Aus der Landesgartenschau 2002 in Kronach entwickelte sich das Projekt Stadtoase, das seit elf Jahren Kinder vom Kindergartenalter bis zum Gymnasium die Natur näher bringt.
Zwei Wünsche hatte Hoffmann zum Geburtstag: Zum einen, dass sich insbesondere mehr jüngere Menschen in der Kreisgruppe engagierten. Zum anderen wünschte sie sich von den Politikern "die Besonnenheit und den Mut zu flächensparenden Lösungen".

Oft Minderheitenkämpfer

Zum runden Geburtstag gratulierten Anton Reinhardt, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Lichtenfels, sowie Nordhalbens Bürgermeister Michael Pöhnlein. Laut Reinhardt seien die beiden Kreisgruppen durch viele Aktionen verbunden - so gerade auch bei der Verwirklichung intelligenter Verkehrsprojekte wie für die B 173, die vollkommen ausreichend sei. "Wir brauchen keine autobahnähnliche Maßnahme", appellierte er. Der Bund Naturschutz sei oft ein Minderheiten-Kämpfer, aber kein Einzelkämpfer.
Pöhnlein sprach sein Grußwort als ehemaliger Zivi der Kreisgruppe. "Diese Zeit war eine Schule für mich. Ich habe dabei viel fürs Leben gelernt", blickte er zurück.
Festredner Hubert Weiger sprach zum Thema "Herausforderungen von heute". Der Landkreis Kronach verfüge über ein außerordentliches Naturkapital, das jedoch von den Menschen erheblich - nicht immer zum Guten - verändert worden sei. Die Kronacher Kreisgruppe zeichne aus, dass sie von Anfang an die Bevölkerung persönlich angesprochen und gemeinsam mit den Betroffenen Konzepte entwickelt habe. "Ihr seid eine sehr bürgernahe Kreisgruppe", würdigte er und führte zahlreiche Erfolge von ihr auf.
Der Festakt wurde beschlossen mit der Ehrung für die ehemaligen Kreisgruppen-Vorsitzenden Hella Krist und Uwe Längenfelder, die mit einem Buchgeschenk bedacht wurden. Helmut Detsch konnte nicht anwesend sein. Mit der Verdienstnadel in Gold beziehungsweise Silber wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet.
Das Fest hatte bereits am Vormittag mit einem Jazz-Frühschoppen begonnen. Sowohl für Kinder als auch Erwachsene gab es ein interessantes Aktionsprogramm.