Es herrschte schon vor dem offiziellen Einschießen des Faschings eine tolle Stimmung in der Kulturhalle in Steinwiesen. Nicht zuletzt durch die vielen noblen Gäste aus Hof, die mit dem Prinzenpaar Sandra I. und Jürgen II. und dem Männerballett angereist waren. Auch aus Pressig waren hohe Herrschaften mit Prinzessin Annika I. und Prinz Dominik II. dabei und konnten eine perfekte Darbietung des "bestaussehendsten Trommlers, den Schlegelshaid je hervorgebracht hat" (Dominik Welscher) bewundern, als mit der Kanone "Blacky II" der Fasching eingeschossen wurde.

Unterstützt und umrahmt wurde der Abend von der "Zwei-Mann-Bigband" Ali & Querchl und den Moderatoren Feilo (Jürgen Feil) und Andy (Andreas Müller). Hohe Fastnachtsprominenz mit dem Präsidenten des Fastnachtverbandes Oberfranken, Marco Anderlik, dem Beirat Gernot Schöpf sowie zahlreiche Prominenz der Politik waren vertreten. Souverän meisterten das Kinderprinzenpaar Elias I. und Lena I. ihre Begrüßungsansprache und da mussten sich die großen Prinz Uwe I. und Prinzessin Karin I. schon anstrengen, um so gut zu sein.

Die Tanzmariechen Leni Lindenberger und Malin Hopf wirbelten über die Bühne und stimmten so auf die Tänze der Juniorengarde und der Prinzengarde ein. Hübsche Mädchen wohin man sah, da machten die Elferräte auf der Bühne schon Stielaugen und verfolgten jeden Schritt. Und damit nicht genug. Die "Birnbaumer Cheerleaders" begeisterten nun schon zum zweiten Mal in Steinwiesen und der Tanz der "Sektflippers" aus dem Musical "Grease" war einfach perfekt und hatte den Ausdruck "Super" mehr als verdient. Weiß und Schwarz - so verkörperte die Showtanzgruppe des SV ihren Tanz "Black Swan", der in größter Perfektion und Körperbeherrschung ausgeführt wurde.


Rollador-Rollbahn

Natürlich kam auch das Lachen nicht zu kurz. Die Wahlveranstaltung des "Multi-Color-Dream-Teams" als Bewerbung für den Posten des Bürgermeisters beeindruckte selbst bekennende Nichtwähler. "Wir wollen keinen unifarbenen Bürgermeister, denn Steinwiesen ist bunt" war einer der Wahlsprüche von Frau Neunmal (Margrita Baaser) und Frau Klug (Gudrun Kämpfer). Die "Spuren im Rodachsand" von Bürgermeister Wunder sind bald verschwunden - sie hat der Wind mitgenommen und dafür die "Regenbogen-Bürgermeister" gebracht. Auch wollten sie ganz Steinwiesen mit Rollrasen auslegen, um die schlechten Straßen zu verdecken und eine "Rollador-Rollbahn" vom oberen ins untere Dorf bauen - mit Abzweigungen zu den wichtigsten Stationen wie Arzt, Apotheke, Kirche und Wirtshaus.

Eine besondere Lachnummer war in diesem Jahr der Präsident der Faschingsgesellschaft, Wieland Beierkuhnlein. Als rosa Fledermaus musste er nicht mal den Mund aufmachen, um die Lacher auf seiner Seite zu haben. Sein Fazit nach einem ausführlichen Zug durch alle Gebäude und Örtlichkeiten, die für Fledermäuse geeignet sind (oder auch nicht) - "am ruhigsten ist es unterm Rathausdach". Premiere in der Bütt feierte der "Tuba Tim" (Tim Ströhlein), der seinen Werdegang als "Tubist" darlegte und anschließend sogar ein "Prosit" blies. "Tante Klara" alias "der Hammer", Michael Hammer aus Steinberg, klagte über ihren "laamarschigen" Moo, der so langsam ist, dass er nicht mal Papiertaschentücher benutzt, weil da "TEMPO" draufsteht.

Manchmal hat sie Stress, denn jeden Tag Kaffeekränzchen und nur am Samstag frei, das schlaucht. Den Eisenhammer zum "Rockfestival" umgemodelt unter dem Titel "Iron Hammer Festival" kann nur eine - Oma Kunni von den Koslowskis. Ihre neu gegründete Event-Agentur organisiert von Musikevents bis zu Beerdigungen alles, was Papa Reinhard dazu veranlasst zu sagen, "dann kannst du ja deine eigene Beerdigung planen" und Familienrabatt abziehen. Zusammen mit der ganzen Familie und den Tänzerinnen der Koslowski-Truppe rockten sie anschließend die Bühne.

Rock ist das Stichwort, denn Moni Reißig aus Birnbaum kam diesmal als Rocker, dessen Motorrad nicht richtig läuft, weil es "auf Stottern gekauft wurde". Auch der Elferrat war mit seinen "Glaana Frank'n" vertreten und hatte neue Sachen einstudiert. Da wurde plötzlich geschuhplattelt, Fakire schwebten bei Flötentönen und die Rocker bretterten wieder über die Straßen. Als Überraschung trat das Männerballett Narhalla Hof auf und brachte den Saal zum Kochen. Egal, ob als Indianer, Primaballerina, Can-Can Tänzer oder beim Ententanz - das geordnete Chaos auf der Bühne ergab immer einen Sinn.