Ein paar Klicks und Hans Stumpf ist drin. Mehrmals am Tag ruft er die Gemeindeseiten auf, um sich zu informieren, was sich rund um die Flößerstadt tut. Dem Bäckermeister und Feuerwehrkommandanten gefällt das neue Internet-Angebot und er trägt auch dazu bei, dass dies interessant bleibt, denn Hans Stumpf ist Leserreporter für die Wallenfelser Gemeindeseiten.

Dort stellen er und die weiteren Leserreporter Berichte und Fotos aus dem Wallenfelser Geschehen ein. Das geht ganz einfach. Hans Stumpf ist begeistert, wie schnell und problemlos er die Berichte im Internet platzieren kann.
Der Wallenfelser Bürgermeister Jens Korn (CSU) hat den Feuerwehrkommandanten angesprochen, ob er für die Gemeindeseiten Beiträge verfassen würde. Hans Stumpf sagte zu und besuchte den Informationsabend im Rathaus, an dem er und die weiteren Leserreporter alles Wissenswerte über die Gemeindeseiten erfuhren. Da wusste Hans Stumpf noch nicht, dass er wenige Stunden später seinen ersten Einsatz haben würde: Die Feuerwehr wurde zum Altenheim gerufen, weil es in Teilen der Stadt einen Stromausfall gab und es auch im Altenheim finster war. Das hat er gleich hinterher auf der Gemeindeseite berichtet und auch noch Tipps geliefert, was bei einem Stromausfall beachtet werden sollte. Beispielsweise, dass man immer eine Taschenlampe griffbereit haben sollte - für alle Fälle.

Sonst sind Hans Stumpf und seine Wehrleute eher zurückhaltend mit Berichten über Einsätze. "Wir versuchen, sehr sensibel vorzugehen, weil das alles mit Leid zu tun hat. Meine Aktiven haben die Order, nicht zu fotografieren, weil das die Privatsphäre berührt." Man poste auch hinterher nicht jeden Einsatz in sozialen Netzwerken.
Eine Ausnahme bleibt dabei unser Portal, das Hans Stumpf für integer und vertrauenswürdig hält. Die Feuerwehr habe die Aufgabe, zu helfen: zu retten, zu schützen, zu bergen. Dabei komme dem vorbeugenden Brandschutz eine vordringliche Aufgabe zu. Das habe viel mit Aufklärung zu tun. "Mir ist es lieber, dass wir zehnmal Brandschutzerziehung machen als dass wir einen Brand löschen müssen", stellt der Kommandant klar. Mit den Gemeindeseiten sehe er die Chance, dass die Feuerwehr die Bevölkerung informieren könne. Es gehe darum, Akzeptanz für die Aktivitäten der Feuerwehr zu schaffen, "denn wir sind erst einmal ein Kostenfaktor. Das ist aber kein Spielzeug, mit dem wir rumfahren, sondern die Autos sind da, um im Ernstfall helfen zu können."


Werbung um Mitglieder

Insgesamt gebe es im Stadtbereich von Wallenfels 150 Feuerwehrleute, im Kernstadtbereich rund 50. Die Mehrzahl dieser rund vier Dutzend Aktiven arbeite jedoch nicht in der Flößerstadt. Nun wolle man Wehrleute gewinnen, die in Wallenfels wohnen und arbeiten. Selbst Mitglieder der Jugendwehr hätten ihren Arbeitsplatz außerhalb der Stadtgrenzen und seien deshalb tagsüber bei einem Einsatz nicht greifbar. Hans Stumpf legt bei jeder Gelegenheit auch anderen Feuerwehren und Vereinen ans Herz, die Plattform der Gemeindeseiten zu nutzen.