Mit dem Spatenstich für den Bau einer eines neuen Wasser-Fernleitungsnetzes wurde am Montag beim Wasserzweckverband Frankenwaldgruppe (FWG) ein wichtiges Zeichen gesetzt. Denn nach jahrelanger Lethargie kommt seit wenigen Monaten Bewegung in den vorhandenen Sanierungsstau.

Die neue Fernwasserleitung führt von Tschirn/Effelter nach Trebesberg-Wilhelmsthal. "Das Wasser-Fernleitungsnetz wird nicht nur für Wilhelmsthal gebaut", betonten die Wilhelmsthaler Bürgermeisterin und stellvertretende Vorsitzende der FWG, Susanne Grebner. Sie sprach von der Notwendigkeit der Solidarität zwischen den beteiligten Kommunen der FWG.


Wasser zu günstigen Preisen

Der CSU-Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner, der vor rund acht Monaten die FWG als Vorsitzender übernahm, bedankte sich beim Kooperationspartner Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) und deren Vorsitzendem, Heinz Köhler. Sein Dank galt auch der fränkischen Ingenieurgemeinschaft, den Ingenieurbüros SRP Schneider, Gauff (Nürnberg) und Pla-fog (Kulmbach). Ziel aller Maßnahmen sei, die Menschen auch in Zukunft mit ausreichend qualitätsmäßig einwandfreien Wasser zu versorgen und das zu günstigen Preisen. Der Geschäftsführer von SRP, Werner Kuhnlein, wies darauf hin, dass bei der Baumaßnahme soweit wie möglich heimische Firmen zum Zuge kommen. Das sei gut für die Arbeitsplätze in der Region.

Er sprach auch davon, dass die FWG zusammen mit der FWO und der Ingenieurgemeinschaft innerhalb kürzester Zeit eine umfassende Planung zur Sanierung des angeschlagenen Wasserzweckverbandes auf den Weg gebracht haben. Heinz Köhler erinnerte daran, dass vor zwei Jahren die FWO nicht weit von Effelter der Spatenstich für die neue, im Norden gelegene Wasserfernleitung der FWG getätigt wurde.


Pflichtaufgabe der Kommune

Während für die südliche Fernleitung die FWG zuständig ist, habe die FWO im Zuge der Kooperationsvereinbarung der Sanierung die nördliche Fernleitung der FWG übernommen. 1,6 Millionen Euro wurden verbaut. Seine Anerkennung äußerte Köhler gegenüber Baumgärtner: "Ohne dein Wirken hätten die FWG und die FWO niemals so zusammengearbeitet."
Der stellvertretende Landrat, Gerhard Wunder, ließ keinen Zweifel daran, dass die Wasserversorgung eine Pflichtaufgabe der Kommune sei. Solidarität, so nahm er Bezug auf die einleitenden Worte der stellvertretenden Vorsitzenden des FWG, Susanne Grebner, müsse sein, "aber irgendwann hat alles seine Grenzen!" Er sprach von stattgefundenen und von noch weiteren Diskussionen bezüglich der Weiterentwicklung beziehungsweise der weiteren Maßnahmen innerhalb der FWG.


Dank an Baumgärtner und Köhler

Der CSU-Landratskandidat, Klaus Löffler, dessen Ortsteile - anders als die Kerngemeinde Steinbach - von der FWG mit Wasser versorgt werden, sprach Baumgärtner und Köhler seinen besonderen Dank für deren Engagement aus. Ohne deren Wirken wäre keine Bewegung in die FWG gekommen.


"Kostbarkeit der Schöpfung"

Pfarrer Swen Raube gab den kirchlichen Segen für die Baumaßnahme.
Er gab zu bedenken, dass es die Bevölkerung oftmals als selbstverständlich hinnehme, den Wasserhahn einzuschalten und daraus einwandfreies Wasser zu entnehmen. Er rief die Bedeutung des Wassers ins Bewusstsein. "Wasser ist eine Kostbarkeit der Schöpfung!" Läuft alles nach Plan, so soll die Baumaßnahme neue Fernleitung-Süd (wir berichteten am Samstag) noch in diesem Jahr vollendet werden.