Steinberg — Martin Müller aus Steinberg ist seit 40 Jahren Musiker mit Leib und Seele. Mit viel Engagement steht er auch seit 30 Jahren als Dirigent in Diensten des Musikvereins. Als Dank dafür wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Martin Müller ist nicht nur Leiter des Musikvereins, sondern auch des Männerchors "Cäcilia" Steinberg, wo er schon für seine 25-jährige Tätigkeit als Chorleiter ausgezeichnet wurde. Der Steinberger hat ebenso wie sein Bruder Werner Müller Musik studiert. "Lehramt mit dem Hauptfach Musik", erzählt der Pädagoge.

In den letzten 30 Jahren habe sich viel getan, sagt er. Die größte Veränderung sei sicherlich das Repertoire. So habe man sich immer bemüht, flexibel zu sein und alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Der Musikverein gestalte alle kirchlichen und weltlichen Feierlichkeiten im Heimatort mit und präsentiere sich in der Öffentlichkeit.

Nur durch eine vernünftige Probenarbeit könne das musikalische Niveau weiterhin auf dem hohen Stand gehalten werden, den man in Steinberg gewohnt sei. Gerade die Jungmusiker legten bemerkenswerten Eifer an den Tag, freute sich der Dirigent.

"In Steinberg ist die musikalische Welt noch in Ordnung", lobte der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Wolfgang Müller, die Steinberger Musiker bei deren Gartenfest. Nur eine gute Mischung aus erfahrenen älteren und jungen Musikern sichere den Fortbestand einer Kapelle.

In Steinberg liegt das Durchschnittsalter der Aktiven des Musikvereins bei 29 Jahren. Dabei sind rund 37 Prozent unter 17 Jahren.

"Der ausgezeichneten Nachwuchsförderung ist es zu verdanken, dass jedes Jahr Jugendliche an den NBMB-Leistungsabzeichen mit Erfolg teilnehmen", lobte Müller. In diesem Zusammenhang beglückwünschte er Daniel Becker (Posaune), Theresa Müller (Klarinette), Jonas Müller (Posaune) sowie Mark Müller (Saxofon), die den D1-Lehrgang 2013/2014 erfolgreich abgelegt hatten. Mark Müller und Jonas Müller hatten zudem die Leistungsprüfung D2 Silber gemeistert, wofür er ihnen größten Respekt zollte.

Beim Kreisauswahlorchester hatten Nina Geiger (Flügelhorn), Johanna Gerber (Querflöte), Lisa Geiger (Tenorhorn), Anna Geiger (Trompete) sowie Mark Müller (Klarinette) mitgewirkt.

Für zehn Jahre aktive Musi kertätigkeit wurden Anna Geiger und Johanna Gerber ausgezeichnet. Bereits seit 40 Jahren erfreuen Clemens Engelhardt (Klarinette) und Reinhard Reißig (Schlagzeug) die Menschen mit ihrer Musik ebenso wie Martin Müller (Tuba).

Müller wurde aber nicht "nur" für 40 Jahre aktives Musizieren geehrt, sondern zudem auch für 30-jähriges aktives Dirigieren. Für seine Verdienste um die Blasmusik wurde der Dirigent und Musiker vom Ersten Vorsitzenden Daniel Müller und dessen Stellvertreterin Andrea Baierlipp zum Ehrenmitglied ernannt.

Zudem ehrten die Beiden zahlreiche fördernde Mitglieder für ihre 25- beziehungsweise 40-jährige Vereinszugehörigkeit mit der Ehrennadel des Vereins in "Silber" beziehungsweise "Gold". Ein halbes Jahrhundert gehören Roland Buckreus, Hermann Fischer, Veit Sesselmann sowie Ehrenmitglied Reinhard Wachter dem Verein an. Ehrenmitglied Otto Zipfel hält dem Verein seit 60 Jahren die Treue.

Dem Musiker, der Posaune erlernte und jetzt Bariton spielt, wurde die Musik sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Er ist der Sohn von Adam Zipfel, der über 70 Jahre aktiv in Diensten des MV Steinberg stand. Adam Zipfel, der auch Ehrenmitglied ist, ist seit 75 Jahre Vereinsmitglied. An der Ehrung konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.


Viele lobende Worte für das Engagement des Musikvereins fand auch Wilhelmsthals Erste Bürgermeisterin Susanne Grebner. "Die Musik ist aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken. Ohne sie wäre das Gemeindeleben trostlos", zeigte sie sich sicher. Besonders lobte sie die gute Nachwuchsarbeit des Vereins.

Den Auftakt des Gartenfestes hatte am Samstag ein großer Stimmungsabend mit der "Neufanger Blasmusik" gebildet, wobei sich die Verantwortlichen über ein "volles Haus" und ausgelassene Stimmung freuen konnten.

Nach dem von Pfarrer Alfred Raab zelebrierten Festgottesdienst am Sonntagmorgen in der TSV-Halle spielte der Gastgeber zum Frühschoppen auf. Beim Familiennachmittag sorgte der Musikverein Friesen für den unterhaltsamen Ausklang.