Da mehrere Tagesordnungspunkte den Bereich Feuerwehr umfassten, fand die Sitzung im Teuschnitzer Feuerwehrgerätehaus statt. Die Wehr hatte die Ersatzbeschaffung zunächst eines Löschfahrzeuges LF 20 beantragt. Der Antrag wird unter anderem mit dem Alter der vorhandenen Fahrzeuge, einer Neukonzeptionierung der Löschfahrzeuge begründet.
Bei der Besichtigung verdeutlichte Kommandant Christian Müller die vorhandenen Mängel des vorhandenen Tanklöschfahrzeugs TLF 16 sowie des Löschfahrzeug LF 8. Das TLF hat 26 Jahre, das LF 28 Jahre "auf dem Buckel". Sorgen bereite vor allem das TLF 16. "Es hat massive Rostschäden", bedauerte Müller. Für Reparaturen müsse man - vorsichtig geschätzt - mit Kosten zwischen 20 000 Euro und 25 000 Euro rechnen.
Das Feuerwehrkonzept sieht zunächst die Anschaffung eines LF 20 für das TLF 16 vor. Mit diesem Fahrzeug könne - so der Kommandant - gerade wenn tagsüber viele Einsatzkräfte von der Arbeitsstelle anfahren müssten, das ganze Einsatzspektrum mit einem Fahrzeug im Erstangriff abgedeckt werden, bevor das zweite Fahrzeug nachrücken müsse. Die Kosten eines LF 20 belaufen sich auf circa 260 000 Euro. Dazu wird ein staatlicher Festzuschuss in Höhe von 105 000 Euro gewährt. Das Altfahrzeug könnte für circa 20 000 Euro verkauft werden.
"Der Brandschutz ist Pflichtaufgabe der Stadt Teuschnitz", betonte Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU). Falls heuer der Grundsatzbeschluss für die Ersatzbeschaffung des LF 20 gefasst werde, könnte - die Genehmigung des Landratsamtes Kronach vorausgesetzt - eine Auslieferung im zweiten Quartal 2016 erfolgen. Leider werde wohl der diesjährige Haushaltsplan nicht genehmigt, sodass nur unabdingbar notwendige Neuinvestitionen erfolgen könnten. "Wir wissen nicht, wie lange das Fahrzeug hält."
Zweiter Bürgermeister Stephanus Neubauer (CSU) sah die Angelegenheit mit gemischten Gefühlen. "Wir haben einen saumaraoden Haushalt", appellierte der Stadtrat, der bis Januar 2015 Vorsitzender der Wehr war. Ein Fachmann habe vor nicht allzu langer Zeit bescheinigt, dass man das Fahrzeug noch locker zwischen zehn und 15 Jahren fahren könne: "Mir hat keiner gesagt, dass größere Reparaturen anstehen oder gar das Führerhaus abreißen könnte." Michael Hebentanz (FW) meinte: "Wir haben ein Sicherheitsproblem. Wir müssen handeln, möglichst heute." "Wir wollen nichts Unmögliches. Ich denke, dass Handlungsbedarf besteht", ergänzte FFW-Vorsitzender Tobias Neder. Um die Situation einzuschätzen, bedürfe es - so der allgemeine Tenor - eines Gutachtens. Dieses sei, so die Bürgermeisterin, aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung sowieso vorgeschrieben. Der Beschluss erfolgte ebenso einstimmig wie über die Neufassung der Satzung über den Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen gemeindlicher Feuerwehren.
Das Gremium bestätigte den neugewählten Kommandanten der FFW Rappoltengrün, Stefan Kraus, und dessen Stellvertreter Georg Förtsch.


Splitter aus dem Stadtrat