Endlich wieder Ballett! Nach der "unendlichen Geschichte" folgte für Ballettchefin Karin Neubauer und ihre Schülerinnen eine unendlich lange Pause von zweieinhalb Jahren. Wegen der Sanierung des Kreiskulturraums.
Aber das Warten hat sich gelohnt: Das über dreistündige Ballett-Musical "Tanz durchs Wunderland" ist eine Augenweide für die Besucher. Natürlich auch wegen der Akteurinnen auf der Bühne, aber auch wegen des einzigartigen Farbspektakels. Prächtige Kostüme, eine ausgeklügelte Lightshow mit unzähligen Scheinwerfern und eine riesige LED-Wand, die leider nur geliehen ist, nicht zur Grundausstattung des Kreiskulturraums gehört, das sind die Farbtupfer des Balletts.

Wer Karin Neubauer kennt, der weiß, dass sie nicht einfach eine Geschichte, die schon tausend Mal gespielt worden ist, einüben lässt und durchzieht. Sie legt selbst Hand an, zeitaufwendig, aber einzigartig. Aus "Alice im Wunderland" entwickelte sie "Das Spiel Deines Lebens - Tanz durchs Wunderland". Da gibt es zwölf Spielfelder, deren Herausforderungen man bestehen, die richtigen Entscheidungen treffen muss, um weiterkommen zu können, am besten bis zum Feld zwölf, dem Tribunal.


Über 100 Mitwirkende

Und bei diesen zwölf Spielfeldern durften ihre Ballettschülerinnen zeigen, was sie bei ihr gelernt haben. Bei den Kleinsten waren die akrobatischen Aufgaben natürlich nicht so hoch angesetzt, aber sie haben durch ih re natürliche Ausstrahlung die Herzen der Zuschauer erobert. Karin Neubauer hat sogar so viele Ballettschülerinnen, dass am ersten Wochenende die Kronacher tanzen, am weiteren Wochenende die Pressiger.

Über 100 Mitwirkende auf der Bühne und unzählige freiwillige Helfer, das ist schon ein immenser Aufwand. Die Ballettchefin berichtet, was alles zu leisten war: Als die Kulturring-Crew am vergangenen Sonntag um 23 Uhr das Feld geräumt hatte, traten Neubauers Leute auf den Plan. Eine Unmenge an Scheinwerfern war zu installieren, denn die Beleuchtung des Kreiskulturraums wäre für das Ballett ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen, oder, lichttechnisch gesprochen, eine "Funzel". Magische Lichter sollten verzaubern. Deshalb wurde "Magiclights" verpflichtet. Christian Kraus besorgte auch die gigantische LED-Wand, auf der die zu den Tänzen passenden Bilder flimmern.


Weitere Aufführungen

Termine 22. und 23. Oktober, 28. bis 30. Oktober, jeweils 18 Uhr

Karten Für die beiden Samstag-Vorstellungen gibt es nur noch ganz wenige Karten, für den Freitag und die Sonntage sind noch ausreichend Karten verfügbar.