"Here´s my story" hieß ein einwöchiges Projekt an der Mittelschule Pressig, bei dem ein BR-Team die Schüler der Klasse M 10 a in die moderne Medienarbeit einführte. Dabei erstellten die Jugendlichen eine Lebensgeschichte von sich selbst unter dem Motto "Wo komme ich her, wo will ich hin?". Am Freitag gab es die Präsentation der Ergebnisse.
Bei der Präsentation handelte es sich um eine repräsentative Auswahl von fünf Arbeiten der insgesamt 21 Schüler (neun Jungs und zwölf Mädchen), die sehr offen ihre Lebensgeschichten darboten und für die Öffentlichkeit verfilmt hatten. Projektinhalte waren dabei die Berufsorientierung sowie das Auseinandersetzen mit persönlichen Stärken und Zielen. Die Arbeit in Projektstrukturen, die Zeitplanung und ein zielorientiertes Zusammenwirken im Team, wobei auch die interkulturelle Kommunikation eine Rolle spielte, wurden ebenfalls berücksichtigt.
Aufgabe der Projektteilnehmer war es, die Dramaturgie einer Geschichte mit kreativem Schreiben auf den Punkt zu bringen. Es ging um Sprache und Sprechen, die Bildgestaltung sowie den kreativen Einsatz von Musik und Geräuschen. Dabei lernten die Schüler auch die Bedienung von Aufnahmegeräten und Videoschnittprogrammen.
Die Schüler hatten sich mit ihren beiden Lehrkräften, Fachoberlehrerin Alexandra Toll und Klassenleiterin Gabriele Walther, mit großem Engagement vorbereitet. Sie meisterten die Projekttage mit Motivation und Einsatzwillen. Dafür dankte Rektor Reinhard Horn ausdrücklich. Er dankte auch dem BR-Team, das sich hervorragend mit den Schülern und Lehrern verstand.
Das Team des BR selbst zeigte sich sehr erfreut über die Aufgeschlossenheit sowie den Fleiß der Schüler. "Sie haben auf hohem Niveau mit uns zusammengearbeitet und ihre emotionalen Geschichten hervorragend dargestellt, dabei immer Gelassenheit und Lernfähigkeit gezeigt", hieß es. "Bei der Auswahl ging es uns nicht um die besten Arbeiten, denn sie waren alle gut, es ging darum, sowohl freudige, lustige, wie auch schmerzliche, traurige Geschichten darzulegen, so wie das Leben eben ist."


Schüler zeigen Ergebnisse

Die Präsentationen von Burcu Karakus aus Lauenhain, Kai Gudlat aus Rothenkirchen, Fabian Schiefner aus Teuschnitz, Lara Schmitt aus Rothenkirchen und Lea Lütkenhorst aus Haßlach bei Kronach gingen unter die Haut.
Beeindruckt war auch Landrat Klaus Löffler. "Ihr seid ganz starke Persönlichkeiten", machte er den Schüler-Filmemachern ein großes Kompliment. Er hätte sich gewünscht, dass diese Lebensgeschichten mehr in der Gesellschaft bekannt gemacht werden. Was ihn beeindruckt habe, sei, dass jeder der Schüler eine Perspektive habe und gewillt sei, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen, die eigene Zukunft lenken und gestalten zu wollen. Das sei eine großartige Lebenseinstellung, die Respekt und Anerkennung verdient.
Der Landrat dankte auch dem BR-Team. Dieses habe es verstanden, die Schüler mit auf den Weg zu nehmen.
Die Lehrkräfte seien mit Mut und Motivation an dieses Projekt herangegangen. Löffler freute es auch, dass die Mittelschule Pressig bei diesem Projekt die einzige ausgewählte Schule in ganz Oberfranken war. "Wir leben in einem Landkreis, der Aufmerksamkeit verdient, die Aufmerksamkeit, die ihr beim BR in München erweckt habt", lobte er die Beteiligten.
Dem Lob schloss sich Schulamtsdirektor Uwe Dörfer an, der einen kleinen Wink in Richtung Bürgermeister Hans Pietz gab: "Die Schüler brauchen Tablets, sie beherrschen die moderne Technik und sollten damit ausgestattet werden."
Für die Schüler führten Aleyna Karates und Nico Martin in die Präsentationen ein. Sie betonten im Namen ihrer Mitschüler die gute Zusammenarbeit mit dem BR-Team: "Wir haben viel gelernt. Die vielen Stunden haben sich gelohnt."
Die Projektwoche sei einzigartig und ein prägendes Erlebnis gewesen, ergänzte Klassenleiterin Gabriele Walther. Die Mediencoaches des BR, Peter Allgaier, Mischa Drautz, Farsin Behnam und Sabine Felber wiesen darauf hin, dass ihr Projekt finanziell von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft gefördert und in Zusammenarbeit mit dem BR und der BR-Stiftung Zuhören durchgeführt wurde.