Die Schützengesellschaft Kronach wurde wegen ihres Freischießens vor wenigen Wochen wieder einmal mit der Klage eines Nachbarn konfrontiert. Eine gerichtliche Entscheidung hierzu steht noch aus, soll aber in absehbarer Zeit getroffen werden.

Im vergangenen Jahr war eine Klage, die wegen der Lärmbelästigung auf kürzere Zeiten für den Festbetrieb abzielte, in einen Vergleich gemündet. Heuer sprang ein anderer Anwohner aus der Umgebung des Festplatzes auf das gleiche Pferd auf. Seine Klage vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth soll für eine kürzere Öffnung des Volksfestes in der Nacht sorgen und würde im Erfolgsfall einen Schlussstrich unter die XXL-Nächte ziehen.


"Rechtzeitige Entscheidung"

Wie Dietmar Lang, Richter und stellvertretender Pressesprecher am Verwaltungsgericht, auf unsere Nachfrage erklärte, steht noch kein Termin für die Verhandlung dieser Klage fest. Er sicherte aber zu, dass das Gericht die Sache noch rechtzeitig vor dem Beginn des Freischießens verhandeln will. "Es ist ja auch ein gewisser Vorlauf nötig", sagte er. Schließlich müsse der Veranstalter eine Reaktionszeit für seine Planungen haben.

Eine andere laufende Klage zur allgemeinen Nutzung des Schützenhauses hat - da keine Auswirkung auf den Festbetrieb daraus resultiert - zurzeit eine geringere Dringlichkeit am Gericht. Sie wird daher wohl erst später auf den Tisch kommen. Auch in diesem Fall steht allerdings noch kein konkreter Termin fest.